Einigung zwischen der EU-Kommission und Microsoft: Windows künftig mit Browser-Auswahlfenster
Der Browserstreit zwischen Microsoft un der EU ist beigelegt. Die EU-Kommission hat gestern Mittwoch das Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft eingestellt und die Zugeständnisse von Microsoft für rechtsverbindlich erklärt. Künftig können Nutzer in Europa bei den Windows-Betriebssystemen Windows XP, Windows Vista und Windows 7 in einem Auswahlbildschirm ihren bevorzugten Browser auswählen und installieren. In besagtem Choice Screen stehen neben Microsofts Internet Explorer Apples Safari, Googles Chrome, Mozillas Firefox und Opera zur Auswahl. Hierfür hat sich Microsoft für fünf Jahre verpflichtet. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes kommentiert: "Von dieser Entscheidung werden Millionen europäischer Verbraucher profitieren, weil sie freie Auswahl bei den Webbrowsern haben." Eine solche Wahlmöglichkeit werde nicht nur die Nutzung des Internets verbessern, sondern auch ein Anreiz für Browser-Hersteller sein, ihre Produkte zu erneuern und künftig bessere Browser anzubieten, so Kroes weiter.
Die Lösung mit dem Auswahlfenster hatte sich abgezeichnet. Ein erster Vorschlag von Microsoft, mittels Software-Update alle Windows-Nutzer zu fragen, ob sie den Browser wechseln wollen, hatte der EU-Kommission nicht genügt. Das Verfahren war Anfang des Jahres eröffnet worden, nachdem sich Opera über die feste Integrierung des Internet Explorers in Windows beschwert hatte.
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