Elektronisches Patientendossier in der Waadt: CHUV zeigt Interesse am Genfer "e-toile"-Projekt
Die öffentlichen Spitäler des Kantons Waadt sind mit der Entwicklung des elektronischen Patientendossiers weit fortgeschritten. Vor zehn Jahren hat man dort begonnen, die Patientendossiers für die Archivierung zu digitalisieren und im Archivsystem „Archimede“ abzulegen. Dieses Unterfangen ist nun beendet. Mittelfristiges Ziel ist es, nur noch mit elektronischen Quellen zu arbeiten. Die Daten aus Archimede und aus den Nebensystemen sind seit gut zwei Jahren über die Browser-Applikation „Portpat“ zugänglich. „Derzeit ist es nicht möglich, die Informationen aus allen Disziplinen voll strukturiert zu erhalten. Aber wir planen ein Projekt für ein Patientendossier mit voll strukturierten klinischen Daten“, erklärt Pierre François Regamey, CIO des Universitätsspitals in Lausanne (CHUV).
Entwickelt wurden „Archimede“ und „Portpat“ von Elca, die ursprüngliche Version des Portals wurde vom CHUV selbst entwickelt. Seit Anfang 2007 verwenden nun sämtliche Spitäler der Fédération des Hôpitaux Vaudois (FHV) „Archimede“ und „Portpat“. In den nächsten Jahren wolle man einen Standard für den Austausch publizieren, der sich an der von der bundesrätlichen E-Health-Strategie vorgegebenen Richtung orientieren werde, so Regamey. Hier arbeitet das CHUV mit der FHV zusammen und blickt auch über die Kantonsgrenzen hinaus. Mögliche Partner würden derzeit evaluiert. Eine Möglichkeit bestünde darin, eine Lösung einzukaufen, eine andere in der Zusammenarbeit mit anderen Universitätsspitälern – zum Beispiel mit dem Universitätsspital Genf an seinem „e-toile“-Projekt. „Grundsätzlich sind wir, wie auch andere Kantone und Universitätsspitäler, an einer Mitarbeit bei ,e-toile’ interessiert,“ erklärt Regamey. Erste Diskussionen hätten am Montag stattgefunden, jedoch seien derzeit noch viele Fragen offen. Näheres zum Thema erfahren Sie in der heute erschienenen Nummer der Netzwoche - der letzten vor der Sommerpause.
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