Fantastic: VR-Präsident zurückgetreten

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Überraschend ist Reto Braun, der einstige Chef der Schweizer Post, als VR-Präsident von Fantastic zurückgetreten. Erst vor zwei Monaten war Braun für drei weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Ebenfalls zurückgetreten sind die beiden VR-Mitglieder Jacqueline Brandwyne und Giorgio Ronchi. Ronchi, CEO und VR-Präsident von EFT Group, dem Hauptaktionär von Fantastic, tritt zurück, weil die EFT Group beschlossen hat, den Aktienbestand von 27 Prozent auf 16,41 Prozent zu senken. Peter Ohnemus, bisheriger Vizepräsident des Verwaltungsrates, übernimmt das Amt des Verwaltungsratspräsidenten. Matthias Oertle und Alain D. Bandle, CEO von Fantastic, verbleiben im Verwaltungsrat. Wie Bandle gegenüber dem NetzwocheTicker erklärte, sind derzeit weltweit noch 33, davon 17 Personen in Zug angestellt, wobei in Zug noch weitere Stellen abgebaut werden sollen. Bei diesem Personalbestand ist ein Verwaltungsrat von 6 Personen zu gross, erkärt er. Wie Bandle bereits bei der Präsentation der Zahlen zum ersten Quartal sagte, hängt das Überleben von Fantastic davon ab, ob es im zweiten Quartal gelingt, in den USA neue Projekte zu akquirieren. Die Entscheidungszyklen sind sehr langsam, meint Bandle. Zudem fällt der Entscheid für eine neue Technologie derzeit nicht auf fruchtbaren Boden. Anfang Juli trifft sich der Verwaltungsrat zur Sitzung zum zweiten Quartal. Dann werden alle Optionen nochmals geprüft. Bandle: Mein Plan ist, die Burn-Rate auf 1 Million Dollar im Quartal zu reduzieren. Damit hätten wir Luft bis Ende Jahr. Selbstverständlich sollen weitere Projekte akquiriert werden. Weitere Optionen sind ein Verkauf oder Teilverkauf. Das Worst-Case-Szenario wäre ein ordentliches Winding-Down von Fantastic.