Schweizer Bevölkerung nutzt KI deutlich häufiger als der europäische Durchschnitt
Eine Umfrage des Bundesamts für Statistik setzt die Schweiz im europäischen Vergleich bei der KI-Nutzung auf Platz 3. Mit rund 47 Prozent der 16- bis 74-Jährigen, welche die Technologie hierzulande nutzen, liegt die Schweiz deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 33 Prozent.
Die Schweizer Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren nutzt generative KI deutlich häufiger als der europäische Durchschnitt. Dies zeigt die Studie des Bundesamts für Statistik (BFS) zur Internetnutzung 2025, bei der im Frühling 2025 rund 3000 Personen zwischen 15 und 88 Jahren auf Basis des europäischen Standardfragebogens befragt wurden. Ergänzend integrierte das BFS gezielt Fragen zur Nutzung von KI-Anwendungen, um deren Rolle im digitalen Alltag genauer abzubilden.
Allgemein zeigt sich: Europaweit ist die Technologie bereits breit verankert. Unter 15 Ländern belegt die Schweiz Platz 3. Mit einer durchschnittlichen KI-Nutzung von 47 Prozent liegt sie hinter dem Spitzenreiter Norwegen (56 Prozent) und dem zweitplatzierten Dänemark (48 Prozent). Der europäische Durchschnitt beträgt laut den Umfrageergebnissen 33 Prozent. Darunter fallen einzig Deutschland und Italien - wobei Italien mit rund 20 Prozent den Mittelwert deutlich nach unten zieht.
Das BFS differenziert die KI-Nutzung in der Studie nach privaten, beruflichen und Ausbildungszwecken. Diese Unterteilung zeigt: In allen untersuchten Ländern dominiert die private Nutzung, gefolgt von beruflichen Anwendungen und Ausbildungszwecken.
Die Schweiz zeigt dabei ein differenziertes Bild. Bei der privaten Nutzung liegt sie lediglich auf Rang 4, im beruflichen Umfeld sowie im Ausbildungsbereich rückt sie hingegen auf Platz 2 vor.
Bildung und Beruf verstärken Unterschiede
Betrachtet man nur die Erwerbsbevölkerung, steigt die Nutzung im Arbeitskontext deutlich. In der Schweiz verwenden rund 41 Prozent der berufstätigen Personen generative KI bei der Arbeit. Damit liegt das Land gemeinsam mit Norwegen (43 Prozent) an der Spitze der europäischen Vergleichsgruppe.
Noch deutlicher wird die Bedeutung im Arbeitsalltag innerhalb der Nutzergruppe selbst: 73 Prozent der KI-Nutzenden in der Schweiz setzen die Technologie auch beruflich ein - kein anderes europäisches Land erreicht einen höheren Wert. Der EU-Durchschnitt liegt gemäss BFS bei 46 Prozent.
Auch das Bildungsniveau spielt eine zentrale Rolle. In der Schweiz hätten etwa 28 Prozent der Personen mit niedriger formaler Bildung in den drei Monaten vor der Befragung generative KI genutzt. Bei höherer Bildung liegt dieser Anteil bei 51 Prozent, wie das BFS schreibt.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zudem auch nach Berufsgruppen: In intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen sowie bei Führungskräften liegt die Nutzung gemäss Studie bei 67 Prozent der Erwerbstätigen. In technischen und Büroberufen bewegt sich der Wert im Mittelfeld, während in manuellen und Hilfsberufen deutlich weniger als ein Viertel künstliche Intelligenz nutzt.
Junge treiben KI-Nutzung nach oben
Besonders hoch ist die Verbreitung von KI bei den jungen Erwachsenen. In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen nutzen laut Umfrageergebnissen hierzulande rund 79 Prozent generative KI, im europäischen Durchschnitt sind es lediglich 64 Prozent.
Während bei älteren Altersgruppen digitale Kompetenzen die Nutzung noch deutlich beeinflussen, verliert dieser Zusammenhang bei den Jüngeren an Bedeutung, wie das Bundesamt schreibt. Die Nutzung verlaufe dort breiter und sei weniger stark vom individuellen Kompetenzniveau abhängig.
Auch geografisch zeigen sich Unterschiede: In städtischen Gebieten der Schweiz nutzen laut Umfrage 52 Prozent generative KI. In Regionen mit mittlerer Bevölkerungsdichte seien es 41 Prozent, in ländlichen Gebieten 36 Prozent.
Eine Studie von Amosa zeigt übrigens: KI öffnet Stellensuchenden mehr Türen zu Bewerbungsgesprächen. Lesen Sie hier mehr dazu.
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