Gebühren für Datenübertragung im Internet?

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Nachdem vergangene Woche in den USA ein Gesetzesentwurf eingebracht wurde, der von Internet-Unternehmen zusätzliche Gebühren für das Übermitteln datenintensiver Inhalte fordert, hat Kai-Uwe Ricke, Chef der Deutschen Telekom, die Diskussion in Deutschland entfacht. Ricke fordert gemäss Financial Times Deutschland, dass Web-Unternehmen angesichts der Milliardeninvestitionen ins neue Glasfasernetz ebenfalls zur Kasse gebeten werden.
"Es kann nicht sein, dass nur der Kunde über das monatliche Grundentgelt für diese schöne neue Welt bezahlt. Auch alle Web-Unternehmen, die Infrastrukturen für ihr Geschäft nutzen, sollten dann ihren Beitrag leisten", wird Ricke zitiert.
Beim US-Gesetztesentwurf des Abgeordneten Joe Barton, zu dem letzte Woche in Washington eine Anhörung stattfand, geht es um die Frage, ob ISPs für das Versenden bestimmter Inhalte zusätzliche Gebühren einfordern können. US-amerikanische Content-, Service- und Applikationsanbieter – unter anderem Microsoft, Google, eBay, Yahoo und Amazon - gaben in einem gemeinsamen Brief an Barton der Befürchtung Ausdruck, dass durch ein solches Gesetz die Offenheit und Neutralität des Internets verloren gingen, die das Internet zu einem Motor für soziales und wirtschaftliches Wachstum gemacht hatten.