Geht Cablecom an Städte-Konsortium?

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Die Städte Zürich, Bern und Basel wollen gemäss einem Bericht des Sonntagsblicks vom 17. November für rund 1,5 Milliarden Franken die Netzbetreiberin Cablecom kaufen. Gemäss Elmar Ledergerber, Stadtpräsident von Zürich, würden die Städte die Kabelnetze nicht selber betreiben, sondern Dritten zur Verfügung stellen. Falls sich die Kaufabsicht zum reellen Projekt weiterentwickelt, könnte dadurch, quasi als Nebeneffekt, der Streit um die letzte Meile entschärft werden: Cablecom bedient rund 1,5 Millionen Haushalte mit einem TV-Anschluss. Diese Anschlüsse werden auch für Highspeed-Internet und weitere Kommunikationslösungen auf digitaler Basis genutzt. Die kolportierte Städte-Lösung könnte also den bisher von der Swisscom ausgesperrten alternativen Telekomdienstleistern den direkten Zutritt zu Privathaushalten ermöglichen. Die Cablecom will zur Meldung nicht Stellung nehmen. Theresia Büsser, Pressesprecherin bei Cablecom, bestätigt nur , dass die Firma einen Investor sucht. Das sei aber nicht neu. Wir nehmen die Meldung zur Kenntnis und warten auf eine Offerte, ist der offizielle Bescheid. Büsser lässt immerhin durchblicken, dass der genannte Kaufpreis von 1,5 Milliarden Franken unrealistisch sei. Sie glaubt nicht, dass die Banken bereit wären, einen so grossen Abschreiber zu akzeptieren. Cablecom buckelt einen Schuldenberg von 3,7 Milliarden Franken, eine Erblast aus dem Verkauf an die unterdessen konkursite britisch-amerikanische NTL im Jahr 1999. Was man sich bei Cablecom unter einem realistischen Übernahmepreis vorstellt, wird nur indirekt kommuniziert. Der ehemalige Chef und Cablecom-Gründer Leo Fischer lässt sich in den Medien mit mindestens 2,5 Milliarden und realistischerweise näher bei 3 Milliarden zitieren.