Geplante Lohnerhöhungen in der Schweizer ICT-Branche weltweit am untersten Ende der Skala
Die Schweizer Arbeitgeber der ICT-Branche werden in diesem Jahr ihre Lohnbudgets voraussichtlich um 2,9 Prozent erhöhen. Im letzten Jahr betrug die Erhöhung 2,5 Prozent. In Deutschland und Österreich wird mit einer Lohnbudgeterhöhung von 3,5 Prozent gerechnet. Zu diesem Schluss kommt die jährliche Befragung zur Entwicklung der weltweiten Vergütungsbudgets in der ICT-Branche durch die Management-Beratung Towers Perrin.
In der Schweiz stellt der durchschnittliche Anstieg der Lohnerhöhungsbudgets nach Slowenien den geringsten Wert im Vergleich aller untersuchter Länder dar. Rechnet man allerdings die Inflation hinzu, so geht Towers Perrin hierzulande von einer realen Lohnsteigerung von 1,4 Prozent aus. Dieser Wert wird aufgrund der höheren Inflation in Deutschland mit 1,6 Prozent und in Österreich mit 1,5 Prozent nur knapp übertroffen.
Vor allem die Beförderung von Mitarbeitenden treibt die Lohnbudgets der Arbeitgeber nach oben: "Es zeichnet sich eine Knappheit von frei am Markt verfügbaren Spezialisten und Führungskräften ab. Mehr Unternehmen greifen deshalb 2007 zu Beförderungen und in diesem Zusammenhang auch zu Gehaltserhöhungen als noch 2006", erklärt Towers Perrin Vergütungsexpertin Anna Wiestler.
Angesichts der guten gesamtwirtschaftlichen Lage wollen aber beinahe alle befragten Unternehmen auch reguläre Gehaltserhöhungen durchführen. Einzig in Marokko nehmen 11 Prozent der Unternehmen Abstand von Gehaltserhöhungen, in Tschechien 5 Prozent, in der Schweiz 3 Prozent, in Deutschland und Schweden jeweils 2 Prozent. Grundsätzlich setzt sich der Trend zur leistungsorientierten Vergütung fort. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen in der EMEA-Region plant, die zusätzlichen Mittel 2007 ganz oder zum überwiegenden Teil für die Entlöhnung der "Leistungsträger" ihres Unternehmens zu verwenden, wie es in der Studie heisst. In der Schweiz planen 71 Prozent der befragten Unternehmen vor allem Lohnerhöhungen basierend auf den Leistungen der Mitarbeitenden durchzuführen.
Die Ergebnisse basieren auf den Angaben von rund 1'000 grossen und mittleren Unternehmen aus 36 Ländern.
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