Google glänzt mit starkem drittem Quartal
Google steigerte im dritten Quartal den Gesamtumsatz um gut 30 Prozent auf 5,54 Milliarden Dollar. Der von Experten viel beachtete Nettoumsatz ohne Traffic Acquisition Costs (TAC) – also ohne die Umsätze, die an Partner für die über ihre Webseiten erzielten Einnahmen weitergereicht werden – lag bei 4,04 Milliarden Dollar. Parallel kletterte der Gewinn um mehr als ein Viertel auf 1,35 Milliarden Dollar. Mit diesen guten Zahlen übertraf Google trotz Finanzkrise die Erwartungen der Analysten.
Konzernchef Eric Schmidt zeigte sich ungeachtet der düsteren Konjunkturaussichten für Google optimistisch. Zugleich räumte er in einer Telefonkonferenz am Donnerstagabend ein: "Die wirtschaftliche Lage ist so im Fluss, dass wir alle in unbekanntem Gelände unterwegs sind." Trotzdem wolle man weiter investieren und am Ausbau der Such- und Werbefunktionen arbeiten. Gleichzeitig seien jegliche Investitionen aber auch mit Umsicht zu machen. Google folge diesem Grundsatz bereits und habe seine Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 452 Millionen US-Dollar gesenkt. Diese wurde auch bei der Anzahl Neueinstellungen deutlich. In den letzten drei Monaten stellte das Unternehmen 519 neue Mitarbeiter ein; vor einem Jahr waren es noch 2130.
Mit Werbung auf den eigenen Webseiten setzte Google im dritten Quartal 3,67 Milliarden Dollar um, dies entspricht einer 34prozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Google-Geschäftspartner am Umsatz betrug 1,68 Milliarden Dollar, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Ausserdem stieg der nicht aus den USA stammende Anteil des Umsatzes innerhalb eines Jahres von 48 auf 51 Prozent. Die Zahl der bezahlten Klicks auf eigenen sowie auf Partnerseiten nahm um 18 Prozent zu.
Trotz dieses guten Ergebnisses warnt die New York Times davor, es als Indikator für die Gesundheit des Online-Werbebusiness zu sehen. Google verdient das Gross seines Geldes mit Search-Ads, dem am schnellsten wachsenden Segment dieses Marktes. Da die Werbetreibenden diesen Dienst nutzen, um Traffic für ihre Web-Seiten zu generieren, gehen Analysten davon aus, dass diese als letzte Kürzungen erfahren würden.
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