Google überrascht mit starken Zahlen fürs erste Quartal 2008
Der Umsatz von Google stieg im ersten Quartal 2008 im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 5,186 Milliarden US-Dollar. Die Traffic Akquistion Costs (TAC), also Umsätze, die an Partner abgegeben werden für Einnahmen, die diese über ihre Webseiten generierten, lagen bei 1,49 Milliarden US-Dollar, das entspricht 29 Prozent der gesamten Anzeigeneinnahmen. Der Nettoumsatz ohne TAC lag damit bei 3,696 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn von Google betrug 1,307 Milliarden US-Dollar (4,12 US-Dollar je Aktie) nach 1,002 Milliarden US-Dollar (3,18 US-Dollar je Aktie) im Vorjahr.
Google erzielte erstmals mehr Umsätze mit dem internationalen Geschäft als im US-Markt: International machte Google einen Umsatz von 2,65 Milliarden US-Dollar, 51 Prozent des Gesamtumsatzes. Im Jahresvergleich hat der internationale Umatz damit um 47 Prozent und im Quartalsvergleich um 48 Prozent zugenommen.
Mit den eigenen Sites setzte Google insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar um (66 Prozent des Gesamtumsatzes), was einem Plus von 42 Prozent im Jahresvergleich und von 9 Prozent im Quartalsvergleich entspricht. Die „Network Revenues“, also die Umsätze, die Google mit dem Adsense-Programm auf den Partner-Sites erzielt, erreichten 1,69 Milliarden US-Dollar (33 Prozent des Gesamtumsatzes). Sie stiegen damit im Jahresvergleich um 25 Prozent und im Quartalsvergleich um 3 Prozent.
Die Anzahl der "Paid Clicks", also der Klicks von Surfern auf Anzeigen auf Google- oder Partnersites, stieg im Jahresvergleich um rund 20 Prozent, im Quartalsvergleich um 4 Prozent.
Damit widerspricht Google den ermittelten Zahlen des US-Internetforschers Comscore, der einen Rückgang der bezahlten Klicks von 7 Prozent im Quartalsvergleich und praktisch kein Wachstum im Jahresvergleich ermittelte. Die Aktien von Comscore fielen nach dieser Fehlprognose im nachbörslichen Handel um 8 Prozent, während die von Google um 17 Prozent auf beinahe 530 US-Doller die Aktie anstiegen.
Ob Google aber trotz dieser guten Zahlen die Anleger auf lange Sicht beruhigen kann, bleibt abzuwarten. Sie befürchten, dass auch das „Vorzeigeunternehmen“ unter der sich verschlechternden Wirtschaftslage zu leiden beginnen könnte. „Es ist uns klar, dass wir für 2008 und darüber hinaus gut aufgestellt sind – unabhängig vom wirtschaftlichen Umfeld, das uns derzeit umgibt“, betonte deshalb Google-CEO Eric Schmidt.
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