Google.de, .ch und .fr streichen kontroverse Sites

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Google zeigt nicht in allen Länderversionen dieselben Resultate: Google.fr und Google.de haben über hundert Websites aus dem antisemitischen und nazifreundlichen Lager von ihren Listings gestrichen, welche auf Google.com noch immer angezeigt werden. Dies trifft auch auf Suchabfragen via google.ch zu. Darauf gestossen waren Jonathan Zittrain and Benjamin Edelman vom Berkman Center für Internet und Gesellschaft der Harvard University. Der Assistenzprofessor Zittrain und der Rechtsstudent Edelman haben bei einer Untersuchung zu Filtermethoden im Internet mindestens 113 Websites entdeckt, die von den genannten Google-Ländersites nicht gelistet werden. Google rechtfertigt die Einschnitte mit der Rücksicht auf nationale Gesetzgebungen: Rechtlich problematische Suchresultate würden von den Trefferlisten entfernt, erläuterte ein Firmensprecher. Die Entdecker der Googleschen Selbstzensur zweifeln nicht an Googles Recht, Websites von ihren Listings zu streichen. Sie befürworten jedoch einen klaren Hinweis darauf, dass ein Eintrag gestrichen wurde. Alternativ könne die Suchmaschine einen illegalen Treffer zwar auflisten, aber ohne Link – oder zumindest darauf hinweisen, dass dem User gewisse Treffer vorenthalten werden.