Chrome OS hat sich bewährt

Googles Chromebook fordert den PC-Markt heraus

Uhr | Aktualisiert
von David Klier

Google zählt mit seinen Chromebooks zu den wenigen Herstellern am PC-Markt, die sich über Wachstum freuen können. In den letzten acht Monaten hat Google mit den Modellen unter 300 US-Dollar am US-Markt um 20 Prozent zugelegt.

Google bietet seit etwa zwei Jahren Chromebooks für unter 300 US-Dollar an und wurde bei der Lancierung der Modelle von allen belächelt. Während andere Hersteller heute mit dem schrumpfenden Markt für PCs zu kämpfen haben, bietet Google mit seinen Chromebooks dem Abwärtstrend aber die Stirn.

Chromebooks befeuern den Markt

Dem Nachrichtenportal Bloomberg zufolge konnte Google seinen Marktanteil für Laptops unter 300 Dollar in den USA im Laufe der letzten acht Monate um 20 bis 25 Prozent steigern.

Ganz im Gegensatz zu diesen Zahlen sieht sich die PC-Industrie durch die Popularität von Smartphones und Tablets schon länger einer Markterosion gegenüber. Gemäss dem Marktforschungsinstitut IDC sind die weltweiten Verkäufe von PCs 2012 um 4 Prozent zurückgegangen und sollen in diesem Jahr um weitere 7,8 Prozent sinken.

Die Kraft der Cloud

Google scheint mit dem Chromebook eine Marktlücke gefunden zu haben, die dieser Entwicklung zu trotzen vermag. Das liegt einerseits am niedrigen Preis der Geräte, anderseits spielt aber sicherlich auch das ungewöhnliche Konzept der Chromebooks eine entscheidende Rolle.

Anders als Laptops mit Windows und installierter Zusatzsoftware laufen die Chromebooks auf dem Chrome-Betriebssystem. Dieses setzt auf Tools und Anwendungen aus der Google Cloud. Dadurch kommen die Geräte mit sehr geringen Systemanforderungen aus, was sich entsprechend im Preis niederschlägt.

Traditionelle Microsoft-Partner wie Lenovo und HP haben unlängst das Potential der Chromebooks erkannt und bieten seit einigen Monaten eigene Modelle an. Wie Bloomberg berichtet, hat inzwischen auch der Chiphersteller Intel eine ganze Division von Softwareingenieuren damit beauftragt, Chrome OS an die eigenen Prozessoren anzupassen.

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