Handy-TV-Standards: Swisscom versus SRG

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Handy-Fernsehen beschäftigt zwar die Marktforscher, in den Produktabteilungen tritt das Thema aber auf der Stelle - auch in der Schweiz. Einigen konnte man sich hierzulande noch nicht einmal auf einen Standard. Swisscom testet seit letztem Winter den Standard DVB-H, ab Oktober sollen erste ausgewählte Kunden in Bern Handy-TV über DVB-H schauen können, und zwar als Teilnehmer eines gemeinsamen Pilotversuchs von Swisscom Mobile, Sunrise und Orange. Was aber gegen einen baldigen Erfolg von DVB-H in der Schweiz spricht, ist der fehlende Frequenzplatz. Denn DVB-H beansprucht DVB-T-Frequenzplatz, also denjenigen für digitales Fernsehen, und die SRG ist wenig erpicht darauf, ihre Rundfunkfrequenzen mit den Telcos für Telekommunikationsdienste zu teilen. Das Spektrum der Frequenzen sei knapp, solange auch noch die analogen TV-Sender aufrechterhalten werden müssten, begründet man bei der SRG. 2009 erst soll der letzte TV-Analogsender ausgeschaltet werden. Bei der SRG bevorzugt man derweil für seine Versuche mit Handy-TV auch den anderen Standard DMB, Digital Mobile Broadcast, der auf DAB aufsetzt, dem Standard für digitales Radio.
Der Netzwerkinfrastrukturanbieter Ericsson proklamiert für die Schweiz sogar noch einen dritten Standard: UMTS sei die wahre Handy-TV-Technologie, glaubt Uwe Horn, Technischer Leiter, Mobile Broadcast Area bei Ericsson Research.
Mehr zum Schweizer Kampf um den optimalen Handy-TV-Standard lesen Sie in der aktuellen Netzwoche 34 von heute Mittwoch.