Hat BenQ Siemens über den Tisch gezogen?
Der deutsche Technologiekonzern Siemens droht dem taiwanischen Gerätehersteller BenQ mit rechtlichen Schritten, nachdem BenQ am vergangenen Donnerstag einen Insolvenzantrag für BenQ Mobile in Deutschland gestellt hat. "Die momentane Situation entspricht nicht der Absicht der Parteien zur langfristigen Fortführung des Handygeschäftes. Unter den gegebenen Umständen wird Siemens seine Rechtsposition gegenüber BenQ prüfen", heisst es in einer Medienmitteilung vom Freitag. "Es ist für uns unverständlich, dass BenQ Mobile in Deutschland einen Insolvenzantrag gestellt hat", sagte Siemens-Konzernchef Klaus Kleinfeld. Bei der Entscheidung im Jahre 2005 sei besonders darauf geachtet worden, eine tragfähige und langfristige Lösung für die Handysparte zu finden.
Für Siemens sei die Weiterführung der deutschen Standorte ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für BenQ gewesen. Darauf aufbauend habe der Konzern auch seine Zustimmung zur Markennutzung für bis zu fünf Jahren gegeben. "Darüber hinaus wurden erhebliche Finanzmittel an BenQ transferiert, die beispielsweise zum Ausbau einer starken Patentbasis und zur Überführung der IT-Infrastruktur dienten", sagte Kleinfeld.
Unterdessen hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zudem herausgefunden, dass Siemens für den „Verkauf“ seiner Mobilfunksparte an BenQ tatsächlich bedeutend mehr bezahlt hat als die offiziell kommunizierten 300 bis 350 Millionen Euro: Als der Siemens im Juni 2005 BenQ öffentlich als Partner präsentiert hatte, seien noch nicht alle vertraglichen Details geregelt und unterschrieben gewesen, meldet die FAZ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Daraufhin hätte BenQ Siemens förmlich erpresst und einen kräftigen Aufschlag gefordert. Den Verlust aus dem Verkauf der Handy-Sparte beziffere Siemens „im Kleingedruckten“ des Konzernabschlusses 2005 auf 546 Millionen Euro, wovon 413 Millionen Euro direkt BenQ zuzuordnen seien. Zudem sei im Jahr 2006 mit weiteren "Nettozahlungsmittelabflüssen von etwa 500 Millionen Euro" zu rechnen.
Für Siemens sei die Weiterführung der deutschen Standorte ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für BenQ gewesen. Darauf aufbauend habe der Konzern auch seine Zustimmung zur Markennutzung für bis zu fünf Jahren gegeben. "Darüber hinaus wurden erhebliche Finanzmittel an BenQ transferiert, die beispielsweise zum Ausbau einer starken Patentbasis und zur Überführung der IT-Infrastruktur dienten", sagte Kleinfeld.
Unterdessen hat die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zudem herausgefunden, dass Siemens für den „Verkauf“ seiner Mobilfunksparte an BenQ tatsächlich bedeutend mehr bezahlt hat als die offiziell kommunizierten 300 bis 350 Millionen Euro: Als der Siemens im Juni 2005 BenQ öffentlich als Partner präsentiert hatte, seien noch nicht alle vertraglichen Details geregelt und unterschrieben gewesen, meldet die FAZ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Daraufhin hätte BenQ Siemens förmlich erpresst und einen kräftigen Aufschlag gefordert. Den Verlust aus dem Verkauf der Handy-Sparte beziffere Siemens „im Kleingedruckten“ des Konzernabschlusses 2005 auf 546 Millionen Euro, wovon 413 Millionen Euro direkt BenQ zuzuordnen seien. Zudem sei im Jahr 2006 mit weiteren "Nettozahlungsmittelabflüssen von etwa 500 Millionen Euro" zu rechnen.
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