Horrende Rechnung nach Cyber-Sex
Wie der Tages-Anzeiger berichtet, häufen sich die Opfer der sogenannten Dialer im Netz. Laut Tages-Anzeiger vom 18. September erhielt eine Familie eine Telefonrechnung von fast 5000 Franken, nachdem ihr Sohn im Internet unter anderem auch Sex-Sites geladen hatte. Dieser hatte unwissend ein Dialerprogramm installiert bzw. heruntergeladen. Diese Dialer, einmal installiert, bauen eine Standard-Internetverbindung auf, mit der man dann bis zu 250 Franken pro Stunde telefoniert.
In besonders tückischen Fällen wird nach der Installation die Standardverbindung jedesmal neu aktiviert, sobald man ins Netz geht. Diese Programme müssen laut Gesetz durch ein Pop-up-Fenster angekündigt und vom Kunden bestätigt werden. Doch ob sich alle Betreiber an diese Auflagen halten, ist laut BAKOM und Swisscom nicht nachzuvollziehen. Die Swisscom erledigt für die Betreiber dieser Sites das Inkasso und verdient rund 15 bis 20 Prozent des Umsatzes. Ob die Swisscom nun rechtliche Schritte gegen die Familie einleitet, die sich bisher wehrt die 5000 Franken zu bezahlen, ist noch offen. Der Anschluss jedenfalls ist komplett gesperrt.
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