Cyberangriff

Daten von 41'500 Personen bei Waadtländer Schulen gestohlen

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von Marc Landis und Alexia Muanza und nki, cka

Unbefugte haben Daten von rund 38'000 Schülerinnen und Schülern sowie 3500 Lehrpersonen auf einer IT-Supportplattform kopiert. Der Kanton Waadt warnt vor gezielten Phishing-Versuchen.

(Source: Oleksii/AdobeStock)
(Source: Oleksii/AdobeStock)

Die IT-Supportplattform der Waadtländer Gymnasien und Berufsschulen ist Opfer eines Datendiebstahls geworden. Eine unbefugte Person kopierte Daten von rund 38'000 Schülerinnen und Schülern sowie 3500 Lehrpersonen, wie der Kanton Waadt mitteilt.

Die Generaldirektion für nachobligatorische Bildung (DGEP) entdeckte den Vorfall am 26. Oktober. Sie trennte die Plattform umgehend vom Internet. Sie ist weiterhin nicht erreichbar und wurde inzwischen mit Unterstützung des operativen Sicherheitszentrums des Kantons Waadt abgesichert.

Zu den kopierten Daten gehören die Vor- und Nachnamen sowie die Schul-E-Mail-Adressen der Nutzerinnen und Nutzer. Ebenfalls betroffen sind die Inhalte ihrer IT-Supportanfragen. Auf der Plattform seien keine Passwörter gespeichert gewesen. Auch Schuldaten wie Noten oder Schülerdossiers seien nach ersten Analysen nicht kompromittiert worden, schreibt der Kanton.

Das grösste Risiko besteht nun in gezielten Phishing-Versuchen. Die gestohlenen Informationen könnten dazu dienen, betrügerische Nachrichten zu versenden, die scheinbar von Schulen oder deren IT-Support stammen. Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen wurden informiert und aufgefordert, bei dringenden oder ungewöhnlichen Nachrichten vorsichtig zu sein, niemals Passwörter weiterzugeben und verdächtige Nachrichten zu melden.

Die Ermittlungen dauern an. Laut den jüngsten Informationen des Kantons Waadt, über die RTS berichtet, soll ein Schüler im Verdacht stehen, den Datendiebstahl verübt zu haben. Der Hintergrund sowie die Motive und Ziele sind derzeit unbekannt.

Der Vorfall wurde zudem dem Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und der zuständigen Waadtländer Datenschutz- und Informationsrechtsbehörde gemeldet. Eine Strafanzeige soll eingereicht werden.

 

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