ICTswitzerland geht das E-Government-Strategiepapier des Bundes zu wenig weit

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ICTswitzerland, der Dachverband der Schweizer Informatik- und Telekomorganisationen, nimmt Stellung zur E-Government-Strategie Schweiz und verlangt, dass sie um eine Gesamtsicht erweitert wird, die das wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Potenzial dieses Bereichs aufzeigen soll.
Der Verband fordert auch, dass E-Government "Chefsache" werden und ein Mitglied der Landesregierung die Leitung des Steuerungsgremiums übernehmen soll (wie die Netzwoche in ihrer aktuellen Ausgabe 43 darstellt, könnte sich Bundesrätin Doris Leuthard für diese Funktion am ehesten eignen).
Als dringlich erachtet ICTswitzerland zudem die Einführung digitaler Identitäten. "Ohne E-ID nützen alle PKIs und Verschlüsselungen nichts. Das Führen von eindeutigen Identifikationsdaten für natürliche und juristische Personen ist eine nicht delegierbare Aufgabe der Eidgenossenschaft", meinte ICTswitzerland-Vorstandsmitglied Markus Fischer gegenüber der Netzwoche.
Auch ist dem Verband der eingeschlagene Zeitplan des Bundes zu grosszügig: Um den zunehmenden Rückstand der Schweiz in diesem Bereich zu verringern, sollte nach Ansicht des Verbands die E-Government-Strategie nicht erst 2010 nach Inhalten und Prioritäten evaluiert und gemessen werden. Dazu sei ein eng geführtes Managementprogramm nötig, das laufend geplant, gesteuert, kontrolliert und korrigiert werden soll.