IFA: HD-DVD oder Blu-Ray ist die Frage
Peter Hogenkamp war am Wochenende an der IFA Berlin unterwegs und berichtet für den Netzwocheticker:
Eine der grossen Fragen der IFA sollte eigentlich lauten: Welcher der beiden DVD-Nachfolgestandards ist besser, HD-DVD (unterstützt unter anderem von Microsoft, Toshiba, Intel, IBM) oder Blu-Ray Disc (unter anderem Pioneer, Philips, Sony, Samsung)? Die beiden Konsortien überbieten sich gegenseitig mit Werbung und mit hallenhohen Animationen der entsprechenden Logos.
Doch es schien, als interessiere das kaum jemanden. Das Volk wollte wie immer vor allem bei Gewinnspielen mitmachen, egal ob die Preise attraktiv waren oder Bauernfängerei wie DSL-Abos. Sie wollten Geschenke abholen, wie eine magentafarbene, aufblasbare E-Gitarre von der Deutschen Telekom, oder nebelumwobenenen Tanzdarbietungen vor riesigen Leinwänden zuschauen, die mit dem eigentlichen Thema wenig zu tun hatten.
Hinzu kam, dass die Vorführungen der beiden Next-Generation-Speichermedien eher kümmerlich ausfielen. Zwar bemühte man sich um eine realitätsnahe Einbettung der diversen Flachbildschirme in eine Wohnatmosphäre – mit dem Resultat, dass weite Teile des Toshiba-Messestands aussahen wie ein IKEA-Möbelhaus – doch was dann dort lief, war nichts Besonderes. Eine Berlinerin, die auf einem Ledersofa auf einem Toshiba-Qosmio-Laptop von HD-DVD "Spiderman 2" schaute, brachte es auf den Punkt: "Det is ja total unscharf!"
Bei Philips (Blu-Ray Disc) wollte man diesem Eindruck vorbeugen und hatte eine integrierte Microsoft-Media-Center-Installation aufgestellt, auf der erstaunlich scharfe Videos liefen. Wer jedoch ein wenig rumklickte, merkte schnell, dass die Filme in Wirklichkeit nicht von der Disc kamen, sondern von der Festplatte. Blu-Ray war noch gar nicht ins Media Center eingebunden, sondern musste separat auf dem Windows-Desktop mit der schnöden Software PowerDVD aufgerufen werden. Das Ergebnis: Ein wiederum enttäuschend unscharfes Bild, das die Mitarbeiterin am Stand damit erklärte, dass es halt noch keine besseren Discs gäbe.
Fazit von HD-DVD gegen Blu-Ray: Die Frage, was besser ist, ist verschoben, die Anschaffung auch.
Mehr von der IFA schreibt Hogenkamp unter neuerdings.com.
Doch es schien, als interessiere das kaum jemanden. Das Volk wollte wie immer vor allem bei Gewinnspielen mitmachen, egal ob die Preise attraktiv waren oder Bauernfängerei wie DSL-Abos. Sie wollten Geschenke abholen, wie eine magentafarbene, aufblasbare E-Gitarre von der Deutschen Telekom, oder nebelumwobenenen Tanzdarbietungen vor riesigen Leinwänden zuschauen, die mit dem eigentlichen Thema wenig zu tun hatten.
Hinzu kam, dass die Vorführungen der beiden Next-Generation-Speichermedien eher kümmerlich ausfielen. Zwar bemühte man sich um eine realitätsnahe Einbettung der diversen Flachbildschirme in eine Wohnatmosphäre – mit dem Resultat, dass weite Teile des Toshiba-Messestands aussahen wie ein IKEA-Möbelhaus – doch was dann dort lief, war nichts Besonderes. Eine Berlinerin, die auf einem Ledersofa auf einem Toshiba-Qosmio-Laptop von HD-DVD "Spiderman 2" schaute, brachte es auf den Punkt: "Det is ja total unscharf!"
Bei Philips (Blu-Ray Disc) wollte man diesem Eindruck vorbeugen und hatte eine integrierte Microsoft-Media-Center-Installation aufgestellt, auf der erstaunlich scharfe Videos liefen. Wer jedoch ein wenig rumklickte, merkte schnell, dass die Filme in Wirklichkeit nicht von der Disc kamen, sondern von der Festplatte. Blu-Ray war noch gar nicht ins Media Center eingebunden, sondern musste separat auf dem Windows-Desktop mit der schnöden Software PowerDVD aufgerufen werden. Das Ergebnis: Ein wiederum enttäuschend unscharfes Bild, das die Mitarbeiterin am Stand damit erklärte, dass es halt noch keine besseren Discs gäbe.
Fazit von HD-DVD gegen Blu-Ray: Die Frage, was besser ist, ist verschoben, die Anschaffung auch.
Mehr von der IFA schreibt Hogenkamp unter neuerdings.com.
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