Ingenieurmangel in Europa ist Grund für Offshoring-Boom

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Geht es nach dem Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton soll das globale Volumen für Entwicklungsleistungen von 750 Milliarden US-Dollar im Jahr 2004 auf 1,1 Billionen US-Dollar im Jahr 2020 anwachsen. Die IT- und Telekommunikationsbranche ist dabei mit einem Anteil von 30 Prozent der dominante Sektor. Es folgen die Automobilbranche mit 19 Prozent und die Luftfahrtindustrie mit 8 Prozent.
Booz Allen Hamilton ist sich sicher, dass Offshoring für die westlichen Länder immer wichtiger wird: Dieser Markt soll von derzeit 10 bis 15 Milliarden US-Dollar bis 2020 auf ein Volumen von 150 bis 220 Milliarden US-Dollar anwachsen. Nicht zuletzt, weil der Mangel an Ingenieuren in den traditionellen Entwicklungsstandorten zunehmen soll.
Indien ist das Land, das am meisten von dieser Entwicklung profitieren wird: Insgesamt fliessen derzeit durch Offshoring von Entwicklungsleistungen rund 1,5 Milliarden US-Dollar nach Indien. Der Studie zufolge werden jedoch im Moment die Weichen dafür gestellt, dass Indien seinen Offshoring-Marktanteil bis 2020 von 12 Prozent auf 30 Prozent sowie auf ein Volumen von mehr als 60 Milliarden US-Dollar erhöhen kann. Allerdings stellen andere Länder, allen voran China, diesbezüglich eine echte Wettbewerbsbedrohung für Indien dar. Insgesamt sieht Booz Allen Hamilton in den nächsten 15 Jahren viel Bewegung im Offshoring-Markt. Mit der prognostizierten Marktsättigung nähern sich auch die Kostenstrukturen in China und Indien denen der westlichen Industrieländer an. Nach Einschätzung von Booz Allen Hamilton werden dann Vietnam und Osteuropa die Rolle der bevorzugten Anbieter für Offshoring-Entwicklungsleistungen übernehmen.