Prognose von NielsenIQ

Nachfrage nach technischen Konsumgütern soll in Europa zunehmen

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von Seraina Huber und cka

Nach einem starken Vohrjahr wird sich das globale Wachstum für Consumer Tech 2026 voraussichtlich verlangsamen. Erwartet wird ein leichter Umsatzrückgang von 0,4 Prozent. In Europa und im MEA-Raum soll die Nachfrage allerdings steigen.

(Source: Tanja / Fotolia.com)
(Source: Tanja / Fotolia.com)

Das globale Marktwachstum für Consumer Tech (Consumer Electronics, Haushaltsgeräte, IT und Telekommunikation) soll 2026 stabil bleiben. Eine Analyse von NielsenIQ (NIQ, ehemals GfK) in Zusammenarbeit mit der Consumer Technology Association (CTA) prognostiziert, dass die Nachfrage in diesem Jahr um 0,4 Prozent abflachen wird. Dies folgt auf ein vergleichsweise starkes Jahr 2025. Für das Vorjahr rechnen die Analysten mit einem Umsatz von 1,3 Billionen US-Dollar - ein Anstieg von 3 Prozent im Jahresvergleich.

Regionale Unterschiede und Branchentrends

Während der weltweite Durchschnitt konstant bleiben soll, wird gemäss der Prognose insbesondere Europa den Markt im Jahr 2026 beflügeln. Erwartet wird ein Wachstum von 5 Prozent in Osteuropa sowie ein Plus von 3 Prozent in Westeuropa und im MEA-Raum. Im Gegensatz dazu wird für den asiatisch-pazifischen Raum ein Rückgang von 3 Prozent prognostiziert. Grund dafür sind laut dem Marktforscher hauptsächlich Chinas jüngste Trade-In-Richtlinien, die ein Minus von 5 Prozent bringen sollen.

Ausser regionalen Unterschieden sollen auch Branchentrends den Markt beeinflussen. Insbesondere wird ein Wachstum bei kleinen Haushaltsgeräten prognostiziert, wobei Multifunktionalität und Platzsparsamkeit wichtige Kaufargumente darstellen. Auch der Bedarf nach IT- und Bürogeräten soll leicht steigen, während der Umsatz bei grossen Haushaltsgeräten konstant bleiben soll. In der Telekommunikation und Unterhaltungselektronik erwartet NIQ aufgrund der Marktsättigung allerdings einen leichten Rückgang.

Laut der Analyse legen Verbraucherinnen und Verbraucher Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Langlebigkeit von Produkten. Austauschzyklen von Geräten und Premiumisierungstrends wie KI-fähige PCs, neue TV-Technologien und Smarthome-Geräte sollen die Nachfrage zusätzlich ankurbeln. Hersteller und Händler sollten daher ihre Strategien auf wachstumsstarke Märkte ausrichten, KI-Funktionen auf spezifische Use-Cases zuschneiden und geopolitische Entwicklungen beobachten.

"Mit Blick in die Zukunft wird die nächste Wachstumsphase weniger von einer allgemeinen Markterholung abhängen, sondern vielmehr davon, wie effektiv Marken ihre Innovationen, Preise und Funktionen auf die Erwartungen der lokalen Consumer abstimmen", sagt Julian Baldwin, President of Tech & Durables bei NIQ.

 

Übrigens: An der CES 2026 wurden auch in diesem Jahr wieder viele neue technische Konsumgüter vorgestellt. Was für skurrile Innovationen es an der Technikmesse zu sehen gab, können Sie hier lesen.

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