Internet-Banking in EU ohne einheitliche Regeln
Eigentlich liegt der Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie zum Fernvertrieb von Finanzdienstleistungen seit Oktober 1998 vor, doch die für den Verbraucherschutz zuständigen Minister der 15 EU-Staaten konnten sich am Mittwochabend in Brüssel nicht auf eine gemeinsame Linie einigen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen müssen die Kunden weiterhin genau die unterschiedliche Rechtslage prüfen, wenn sie Verträge über Bankkredite oder Versicherungen mit ausländischen Anbietern im Internet oder per Telefon abschliessen. Gegen den Richtlinienvorschlag der EU-Kommission waren vor allem Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Belgien. Sie verlangten längere Übergangsfristen, in denen sie ihr nationales Recht weiter anwenden wollen und argumentierten dabei mit dem Verbraucherschutz. Befürworter einer einheitlichen Rechtslage in der EU vermuten indes, dass es den fünf Länder eher um den Schutz ihrer heimischen Anbieter geht.
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