Tablet-Markt ist weiter unter Druck
Im dritten Quartal 2026 verzeichnet der Tablet-Markt 23 Prozent weniger Auslieferungen als im Vorjahr. Damit fiel das Marktvolumen auf den tiefsten Stand seit drei Jahren.
Dem Tablet-Markt scheint es weiterhin nicht gut zu gehen: Im Vergleich zum Vorjahr lieferten die Anbieter im dritten Quartal 2026 23 Prozent weniger Tablets aus. Insgesamt waren es 32 Millionen Geräte, wie Omdia mitteilt.
Die Märkte im Nahen Osten, China und Westeuropa seien besonders stark vom Rückgang betroffen. Damit erreiche der Tablet-Markt sein tiefstes Auslieferungsniveau seit drei Jahren.

Die Entwicklung der Anzahl ausgelieferter Geräte und des Wachstums im globalen Tablet-Markt pro Quartal seit 2024. (Source: zVg)
"Angesichts der zunehmenden Lieferengpässe rücken Tablets in den strategischen Prioritäten der Anbieter für 2026 und 2027 immer weiter in den Hintergrund. Da sich die Lieferbedingungen im nächsten Jahr voraussichtlich weiter verschärfen werden, ist eine nennenswerte Erholung des Tablet-Marktes vor 2028 unwahrscheinlich", sagt Himani Mukka, Research Manager bei Omdia.
Apple hat trotz Rückgängen weiterhin den grössten Marktanteil
Trotz eines Rückgangs der Auslieferungen um 28 Prozent bleibt Apple Marktführer. Apples Marktanteil sank vom dritten Quartal 2025 bis zum dritten Quartal 2026 von 38,2 Prozent auf 36 Prozent. Auch Samsung lieferte im dritten Quartal 2026 22 Prozent weniger Geräte aus als im Vorjahr, behauptete aber ebenfalls seine Position als zweitgrösster Anbieter.
Lenovos Auslieferungen stiegen als einzige unter den fünf grössten Anbietern im Jahresvergleich. Lenovo habe im dritten Quartal 2026 12 Prozent mehr Geräte ausgeliefert als im Vorjahr. Während die Auslieferungen von Geräten mit abnehmbarer Tastatur zurückgingen, legten sogenannte Slate-Tablets zu.
Anzahl ausgelieferter Geräte pro Hersteller im Jahresvergleich. (Source: Netzmedien)
"In der zweiten Jahreshälfte gab es bedeutende Tablet-Einführungen, darunter Samsungs Flaggschiff-Serie Galaxy Tab S12, Apples iPad mini mit OLED-Display und Xiaomis Pad 9-Serie. Auch Huawei, Honor, OnePlus und Realme haben kürzlich neue Modelle vorgestellt. Diese Markteinführungen konnten die Verbrauchernachfrage angesichts der schwierigen Marktbedingungen jedoch kaum ankurbeln", ordnet Mukka ein.
Anhaltende Lieferengpässe erschwerten es den Herstellern weiterhin, ihre Geräte technisch deutlich aufzuwerten. Da sich neue Modelle dadurch immer weniger von ihren Vorgängern unterscheiden, schieben viele Kundinnen und Kunden Käufe auf und warten auf Geräte mit klareren Verbesserungen.
Übrigens: Auch dem PC-Markt geht es nicht besser. Ein Vergleich von Marktzahlen verschiedener Marktforscher finden Sie hier.
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