Internet über Strom ist da, Forrester warnt

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Nachdem man lange auf das Internet aus dem Stromkabel warten musste, ist es nun soweit: In Deutschland starten erste Elektrizitätsgesellschaften ihre Powerline-Angebote. Die Energiegesellschaft RWE bietet ab Juli den Zugang zum Internet über die Steckdose zu einem monatlichen Preis von 49 bis 249 Mark. Darin ist allerdings ein Transfervolumen von maximal 250 MB upstream und gleichviel downstream enthalten. Jedes zusätzliche MB wird mit 13,9 Pfennigen verrechnet. Geplant sind in Zukunft auch Voice-over-IP, Video-on-demand und Web-TV und Web-Radio. Einziger Anbieter der Powerline-Technologie in der Schweiz ist derzeit der Berner Technologiekonzern Ascom. Dem Powerline-Rummel skeptisch gegenüber steht Forrester. Das Technologie-Marktforschungsunternehmen zweifelt daran, dass sich das Internet aus dem Stromkabel gegenüber ADSL durchsetzen können wird. Forresters Skepsis gründet auf drei Punkten: Die Bandbreite von theoretischen 2 Megabit pro Sekunde müssen sich die Benutzer einer Zentrale teilen. Ebenfalls einer weiteren Akzeptanz des neuen Angebots hinderlich ist die Beschränkung des Datenvolumens. Zuletzt bemängelt Forrester, dass die Abdeckung nur langsam vonstatten geht. Bei RWE profitieren vorerst die Kunden in Essen und Mülheim. Ein gezieltes Angehen von Kundengruppen, die bisher vernachlässigt worden sind, sei unumgänglich für den Erfolg der neuen Technologie.