Internetkriminalität: Zürich will nicht zahlen
Die Koordinationsstelle des Bundes zur Bekämpfung von Internetkriminalität muss wohl mit reduzierter Belegschaft starten. Von den Kantonen, die zwei Drittel der Kosten übernehmen sollten, haben erst 17 ihre Zusicherung gegeben. Der finanzstärkste Kanton Zürich hat definitiv abgelehnt. Der Grund: Sparmassnahmen und staatspolitische Überlegungen. Beat Hegg, Sekretär der kantonalen Polizeidirektoren, sagte gegenüber der Berner Zeitung, dass wegen der fehlenden 400000 Franken wohl nur sieben oder acht statt neuen Stellen besetzt werden könnten. Hegg zeigte sich auch aus anderen Gründen enttäuscht über das Fernbleiben des Kantons Zürich: Wir können die Koordination nicht wahrnehmen, wenn es keine für alle verbindlichen Regeln gibt, sagte er der BZ.
Die Koordinationsstelle, die Anfang 2003 ihre Arbeit aufnehmen soll, wird mit Unterstützung spezieller Software selbst nach zweifelhaften Angeboten im Netz suchen, aber auch Hinweise von anderen bearbeiten.
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