Jens Alder: Ich gehe ohne Groll

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„Ich muss mich zuerst noch an den Umstand gewöhnen, nicht mehr CEO von Swisscom zu sein“, erklärte Jens Alder heute Morgen an der Medienkonferenz zu seinem Abgang. Er habe sich stark mit dem Unternehmen identifiziert und werde durch seinen Weggang einen Teil seiner Identität verlieren. „Ich gehe aber ohne Groll, es ist das Recht der Mehrheitsaktionäre, sich durchzusetzen“, so Alder weiter. Der Bundesrat und der Verwaltungsrat hätten sich für eine andere Strategie entschieden als diejenige, die er in den letzten Jahren geprägt und repräsentiert habe. „Deshalb bin ich zum Schluss gekommen, dass diese neue Strategie von einem neuen Gesicht getragen werden soll“, so Alder weiter. Wohin es ihn in Zukunft verschlagen wird, konnte Alder noch nicht sagen. „Solange ich mich noch nicht vom Unternehmen gelöst habe, bin ich nicht in der Lage, darüber nachzudenken“, erklärte er. Alder, der sich laut Verwaltungsrat bereits letzten Dezember entschieden hatte, Swisscom zu verlassen, soll noch bei „Aufräumungsarbeiten“ behilflich sein. Die Gruppenleitung und der VR hätten vergeblich versucht, ihn von seinem Entschied abzubringen, erklärte der Präsident des Verwaltungsrates Markus Rauh. Alder erhält als Abfindung insgesamt 1,54 Millionen Franken.
Durch die Bilanzmedienkonferenz vom 8. März wird dann bereits der neue Swisscom-CEO Carsten Schloter führen. Schloter wurde vor sechs Jahren von Alder persönlich eingestellt. Es sei auch diesmal Alder gewesen, der ihm die Nachfolge seines Sessels angeboten habe.
Einen Nachfolger für die Leitung der Swisscom-Tochter Swisscom Mobile wurde bis anhin noch nicht bestimmt. Schloter wird das Unternehmen bis zur Ernennung seines Nachfolgers ad interim weiter leiten.