Kazaa: über Altnet zum Kommerz
Seit letzten Montag gibt es bei der derzeit verbreitetsten Online-Tauschbörse Kazaa auch zu bezahlende Inhalte, etwa vom Plattenlabel EMI oder dem Spielentwickler Infogrames. Diese Angebote erscheinen beim Kazaa-User unter denen der anderen Tauschenden, werden aber als gebührenpflichtig kenntlich gemacht. Die Verteilung der gebührenpflichtigen Inhalte geschieht über das kommerzielle Altnet-Netzwerk des Unternehmens Brilliant Digital. User mit neueren Kazaa-Versionen haben sich das Zusatznetzwerk automatisch mitinstalliert. Wie Kevin Bermeister, CEO von Brilliant Digital in einem Interview mit dem US-Online-Nachrichtendienst ZDNet sagte, sei er überzeugt, dass ein Teil der Kazaa-User bereit ist, für legale Inhalte in optimaler Qualität zu bezahlen und sein Business Modell deshalb aufgehen werde. Er räumte allerdings ein, dass es nicht einfach sei, Anbieter zu finden, die ihre Produkte über Altnet feilbieten wollen. Immerhin gelten Tauschbörsen nach wie vor als Eldorado der Software-, Musik-, und Video-Piraterie.
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