Diese Schweizer Hochschulen empfiehlt KI am häufigsten
Bei Fragen zur Studienwahl nennen ChatGPT, Gemini und Claude am häufigsten die Universität Zürich, gefolgt von der Universität Bern und der ETH Zürich. Das zeigt eine Auswertung von Advance Metrics. Je nach Fachrichtung liegen jedoch andere Hochschulen vorne.
Angehende Studierende informieren sich zunehmend bei KI-Plattformen, statt Universitäts-Rankings und Hochschulwebsites zu durchsuchen. Für den "AI Sichtbarkeits-Index 2026" hat Advance Metrics deshalb untersucht, welche Schweizer Hochschulen ChatGPT, Gemini und Claude bei Fragen zur Studienwahl nennen.

Den Ergebnissen zufolge liegt die Universität Zürich in 7 von 25 untersuchten Kategorien an der Spitze, darunter Recht, Psychologie und Medizin. Insgesamt belegen aber zwölf verschiedene Hochschulen in mindestens einer Kategorie den ersten Platz. In Wirtschaft und Management führt etwa die Universität St. Gallen, während bei Kunst und Design sowie bei Musik und Theater die Zürcher Hochschule der Künste zuoberst steht. Daraus schliesst Advance Metrics, dass die KI-Modelle Hochschulen mit einem klaren fachlichen Profil auch entsprechend wahrnehmen.
Uneinheitliche Namen als Hürde
Für Hochschulen zählen damit künftig nicht mehr nur Suchmaschinen und Rankings, wie Advance Metrics schreibt. Entscheidend sei auch, ob KI-Plattformen eine Institution kennen, richtig einordnen und weiterempfehlen. Schon die Schreibweise könne dabei zu Sichtbarkeitsproblemen führen: In den Rohdaten der Analyse fand das Unternehmen über 1000 Varianten für rund 120 Institutionen. Die ETH Zürich beispielsweise erscheint in den Daten als "ETH Zürich", "ETH Zurich" oder "Eidgenössische Technische Hochschule Zürich". Das liege unter anderem auch an den unterschiedlichen Landessprachen der Schweiz.
Advance Metrics zufolge erkennen die KI-Modelle nicht zuversichtlich, ob es sich bei den unterschiedlich genannten Schreibweisen um dieselbe Hochschule handelt. Aus diesem Grund rät das Unternehmen, einen einheitlichen Namen zu verwenden und jedem Fachbereich eine eigene Website zu widmen. Ebenso lohne sich die Präsenz über die eigene Website hinaus, etwa in Medienberichten oder Fachpublikationen, aus denen die KI-Modelle lernen.
Über den Index
Um den Index zu erstellen, hat Advance Metrics den KI-Modellen ChatGPT, Gemini und Claude zu fünf Hochschultypen und 20 Fachrichtungen jeweils fünf Fragen gestellt, wie beispielsweise: "Welche Hochschulen in der Schweiz haben die beste Gesamt-Reputation im Bereich Informatik und Data Science?" Die KI-Modelle wurden zwischen dem 10. August und dem 13. Oktober 2026 befragt und jeweils die fünf erstgenannten Institutionen erfasst und ausgewertet.
KI-Sichtbarkeit stellt nicht nur eine neue Aufgabe für Schweizer Hochschulen dar, auch Schweizer KMUs befassen sich immer mehr mit der "Generative Engine Optimization". Wer von der KI-Suche profitiert und woran die KMUs oft scheitern, lesen Sie hier.
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