Kehrtwende: AOL bestätigt Fehlbuchungen

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Der Medienriese AOL Time Warner teilt mit, dass in der Buchhaltung der Online-Sparte (AOL Unit) 3 Transaktionen entdeckt worden sind, die möglicherweise fälschlicherweise als Werbe- und Geschäftsumsatz erkannt und verbucht wurden. Es seien Hinweise aufgetaucht, dass über sechs Quartale hinweg, bis März 2002, Zahlungen in der Höhe von 49 Millionen Dollar falsch verbucht wurden. Der Fall sei der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet worden und werde von einer internen Prüfungskommission weiter untersucht. Konkrete Angaben zu den Transaktionen wollte das Unternehmen jedoch nicht machen. Erst kürzlich noch hatte AOL Time Warner einen Bericht der Washington Post dementiert, wonach der Konzern Umsätze im Werbegeschäft durch verschiedene Bilanzierungstricks um mindestens 270 Millionen US-Dollar aufgebläht haben soll. AOL Time Warner hält in der Medienmitteilung fest, dass die zur Diskussion stehende Summe einen unwesentlichen Teil am Gesamtumsatz ausmache und dass weitere Überprüfungen, auch in anderen Geschäftsbereichen, durchgeführt werden. Unterdessen haben AOL-CEO Richard Parsons und sein Finanzchef, CFO Wayne Pace, die von der US-Kontrollbehörde SEC geforderte eidesstattliche Erklärung abgegeben, wonach sie die persönliche Verantwortung für die Richtigkeit der Konzernzahlen übernehmen. Der Konzern weist darauf hin, dass er sich im Einklang mit den US-Buchführungsregeln (GAAP) verhalte und dass er von dem Wirtschaftsprüfer Ernst & Young zweifach geprüft und gebilligt worden sei.