Krieg im Internet breitet sich aus

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Nachdem im Rahmen des Nahost–Konflikts schon mehrere Websites von Regierungsorganisationen von Hacker-Angriffen heimgesucht wurden, hat es jetzt auch ein amerikanisches Unternehmen getroffen. Wenige Tage nachdem das FBI vor einer Ausweitung des Internetkriegs in die USA gewarnt hatte, bestätigte das Software-Unternehmen Lucent Technologies Inc. am Donnerstag, dass ihre Homepage von propalästinensischen Hackern angegriffen worden sei. Experten vermuten, dass der Angriff auf Lucent der Beginn einer Serie von Hackerangiffen auf amerikanische Unternehmen sein wird, die mit Israel geschäftliche Beziehungen pflegen. Laut Ben Venzke, Intelligence Production-Direktor bei iDefense, einer amerikanischen Internetsicherheits-Firma, sei Lucent mit einem Programm angegriffen worden, dass die betroffene Website dazu bringt, sich alle 2.5 Sekunden neu zu laden. Sind genug Hacker an dem Angriff beteiligt, geht auf der Site nach kurzer Zeit nichts mehr. Das Programm arbeitet im Prinzip wie FloodNet, welches während des Bürgerkriegs in Mexiko von den Zapatisten gegen die Regierung eingesetzt worden war. Allerdings ist FloodNet um einiges gefährlicher, weil es schwerer ausfindig zu machen ist und weil es sich vor dem eigentlichen Angriff auf hunderten von PCs unbemerkt installieren lässt, von denen aus es zu einem bestimmten Zeitpunkt auf die Zielwebpage losschlägt. Venke ist überzeugt: Sollten die Unruhen in Israel anhalten, müssten Unternehmen und die Regierung in den Vereinigten Staaten auf alles gefasst sein.