Le Matin: Fichierte Orange Mitarbeiter?

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Hat der Mobilfunkprovider Orange das Datenschutzgesetz und die Rechte seiner Mitarbeiter durch das Anlegen von Fichen der Belegschaft verletzt? Von entsprechenden Dossiers berichtete die Westschweizer Tageszeitung Le Matin am Samstag unter Berufung auf den Zentralpräsidenten der Gewerkschaft Kommunikation, Christian Levrat. In den Akten von mehreren hundert Personen seien Bemerkungen zu lesen wie katastrophale Haltung, schlechte Leistung oder auch persönlichere Anmerkungen wie private Probleme, ernsthaft krank und inoffiziell schwanger. Auch die Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft wurde gemäss Le Matin mit einem delegate of the Union! erfasst. Möglicherweise, so spekuliert das Blatt gemeinsam mit Levrat, könnten diese Angaben bei der Auswahl der im Zuge der Restrukturierung im letzten März entlassenen Mitarbeitern entscheidend gewesen sein. Bei dieser Anklage handelt es sich um massive, verleumderische Spekulationen von Herrn Levrat, verteidigt Oranges Pressesprecherin Therese Wenger den Provider auf Anfrage des NetzwocheTickers. Die Existenz der Einträge will Wenger nicht abstreiten, sie seien aber keinesfalls geheim, sondern stünden in den regulären Mitarbeiterdossiers, welche jederzeit von den Betroffenen eingesehen werden könnten. Orange respektiere das Datenschutzgesetz voll und ganz. Wenger: Wir haben keine Fichen-Affäre! Gewerkschafter Levrat sieht das jedoch anders und verspricht Orange einen heissen Sommer, sollten seine Befürchtungen sich als berechtigt erweisen.