Lindows-Streit beigelegt: Microsoft zahlt 20 Millionen

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Microsoft löst den Markenrechtsstreit mit Lindows und bezahlt dem Unternehmen aus San Diego 20 Millionen Dollar. Damit nimmt ein eher ungewöhnlicher Disput sein versöhnliches Ende: Nachdem Microsoft gegen den Hersteller des Linux-basierten Betriebssystems LindowsOS wegen der Namensähnlichkeit zum eigenen Windows im Jahre 2001 gerichtlich vorgegangen ist und damit am 15. März 2002 Schiffbruch erlitten hatte, drehte Lindows.com Inc. den Spiess um und beantragte vor Gericht die Überprüfung des Markennamens Windows. Die Argumentation von Lindows: Zum einen sei Windows ein generischer Begriff, der für sich alleine nicht geschützt werden könne, zum zweiten sei der Begriff Windows für die Fenster einer grafischen Benutzeroberfläche schon seit den späten Siebzigerjahren verwendet worden. Mit dieser Argumentationslinie hatte Lindows bereits im Februar dieses Jahres vor Gericht einen Teilerfolg erzielt. So erklärte Microsoft-Jurist Tom Burt nun, dass es in der Einigung nicht um den Schutz des Markennamens, sondern um den Schutz des Warenzeichens gegangen sei. Bereits früher diese Jahres hat sich Lindows ausserhalb der USA in Linspire umgetauft, weil man dort aufgrund der Klagen von Microsoft in Bedrängnis geraten war. Fortan soll Lindows auch in den USA Linspire heissen. Zudem will sich das Software-Unternehmen noch dieses Jahr an der Börse kotieren lassen. Der IPO soll neben den Microsoft-Millionen weitere 57 Millionen Dollar in die Kassen von Linspire spülen.