Machen deutsche Arbeitsämter Jobsites Konkurrenz?

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Die Online-Stellenmärkte jobpilot, jobscout24, Monster und StepStone sehen in Deutschland die angedachte partielle Zusammenarbeit mit dem neu gestalteten "Virtuellen Arbeitsmarkt" (VAM) der Arbeitsämter gefährdet, sollte die Bundesanstalt für Arbeit (BA) ihre Neuausrichtung auf Kosten der bestehenden Online-Stellenmärkte erreichen wollen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, warnen die vier grossen Online-Stellenmärkte die BA davor, sich gegen die Marktentwickler und eingeführten Unternehmen der Branche positionieren zu wollen. Die BA hatte Mitte Juli den Aufbau eines virtuellen Arbeitsmarktes per Ende Jahr angekündigt mit dem Ziel, neue Kontaktmöglichkeiten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu schaffen sowie die Berater zu entlasten und bessere Dienstleistungen zu ermöglichen. Mit dem gesteckten Ziel der BA, im Zuge der anstehenden Reformen zur "Nummer Eins der Internet-Stellenportale" zu werden, stösst das Bundesamt jedoch die etablierten Stellenportale vor den Kopf. Die BA wolle ihren Internetservice mit einem Millionen-Werbebudget für alle Arbeitnehmer propagieren, auch für die, die nicht arbeitslos sind, kreiden die Plattformen an. Auch dass die BA ihr angekratztes Image durch die Wahl eines neutralen Namens für das virtuelle Angebot aufpolieren wolle, stösst sauer auf. Denn mit einem anonymen Label und kostenlosen Dienstleistungen werde die BA zum konkurrierenden Marktteilnehmer.