Machtkampf um Pixelpark entbrannt

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Pixelpark hat turbulente Feiertage hinter sich. Am 20. Dezember löste Jürgen Richter, Bertelsmann-Manager und bis Mitte November VR-Chef von Pixelpark, Paulus Neef ab, weil Neef das Vertrauen des Mehrheitaktionärs Bertelsmann verloren habe. Als Grund für den überraschenden Rausschmiss wurde laut dem deutschen News-Ticker Heise unter anderem auch der völlig überteuerte Erwerb eines Schweizer Tochterunternehmens (Digivision) genannt, bei dem private Kontakte Neefs eine Rolle gespielt haben sollen. Am 23. Dezember kauften der ehemalige Musikmanager und Ex-Universal-Chef Wolf-Dieter Gramatke und Axel Fischer, Besitzer des Potsdamer Multimedia-Unternehmens Mediacs, jeweils 20 Prozent der Pixelpark-Aktien, womit Bertelsmann seine Anteile von 60 auf 20 Prozent reduzieren konnte. Laut Medienmeldungen sollen sie dafür einen symbolischen Kaufpreis von 1 Euro pro Aktie bezahlt haben. Diese neue Verteilung der Aktien bietet Neef nun die Möglichkeit, seine Rückkehr an die Unternehmensspitze zu erzwingen. Die Kölner Bank Sal. Oppenheim hält derzeit die Stimmrechte für Neefs Anteil von 17,7 Prozent. Gramatke und Fischer gehören Neefs Fraktion an: Gegenüber den deutschen Medien kritisierten sie denn auch prompt den abrupten Vorstandswechsel, der das beschlossene Restrukturierungskonzept gefährde und verlangten, Neef zurück in den Vorstand zu holen. Dieses Wochenende liess Neef nun in den deutschen Sonntagszeitungen verlauten, er werde mit allen juristischen Mitteln gegen den Rauswurf vorgehen und um Pixelpark kämpfen. Die neue Führung um Richter erwägt hingegen laut Informationen aus Pixelpark-Kreisen, gegen Neef strafrechtliche Schritte wegen Untreue einzuleiten.