Media-Player-EULA: Microsoft gibt kleinwenig nach
Softwaregigant Microsoft reagiert auf die öffentlich stark kritisierten neuen Lizenzbedingungen für den Windows Media Player. Redmond hatte sich mit den dem jüngsten Sicherheitsupdate (Patch Q320920) für den Windows Media Player beigefügten Lizenzbedingungen auch gleich das Recht eingeräumt, auf den Anwender-PCs automatisch Kopierschutzsoftware zu installieren. Gemäss Medienerklärung wollte Microsoft damit nur einen effektiveren Schutz digitaler Inhalte erreichen. Microsoft anerkennt nun, dass der betreffende Absatz im EULA (End User License Agreement) für den Patch Q320920 sowie für Windows Media Player 7.1 und Windows XP in der derzeitigen Formulierung die zu Grunde liegende Absicht nicht unmissverständlich zum Ausdruck bringt. Microsoft stellt in Aussicht, so schnell wie möglich eine neue Fassung des umstrittenen Absatzes der EULA zu erstellen, die seine Intention und die damit verbundenen Sachverhalte eindeutig klar macht.
Die Bestimmungen der EULA seien im übrigen nur für zwei Szenarien gedacht. Das erste Szenario betrifft den seltenen Fall, dass eine Anwendung von Microsoft oder einem anderen Hersteller aufgrund von Manipulation die unautorisierte Wiedergabe von mit Windows Media Rights Management geschützten Dateien gestattet. Das zweite Szenario besteht darin, dass die Anbieter von DRM-(Digital Rights-Management)-geschützter Inhalte die technischen Anforderungen für die Nutzung ihrer Dateien ändern. In diesem Fall sei es für Benutzer unter Umständen erforderlich, ihre Anwendungen durch bestimmte Komponenten zu aktualisieren. Die in diesen Fällen erforderlichen Updates beziehungsweise Upgrades würden aber auf keinen Fall automatisch vorgenommen, sondern nur nach Hinweis auf ihre Notwendigkeit und nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers. Die EULA überträgt Microsoft keinerlei Administratorenrechte für die Systeme von Benutzern, beschwichtigt Microsoft.
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