Melani: Hacker werden professioneller und krimineller

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Botnetzwerke, Professionalisierung der Hackerszene, gezielte Spionageangriffe und zunehmende organisierte Kriminalität – dies sind die Schwerpunktthemen aus dem ersten Halbjahresbericht von MELANI, der künftig regelmässig erscheinen soll. Abgesehen von den praktisch unbegrenzten (Angriffs-)Möglichkeiten, die ein grosses Botnetz seinen Besitzern ermöglicht, stellt die Involvierung tausender Heimcomputer und damit die unwissentliche Komplizenschaft ihrer Besitzer die Strafverfolgung, Nachrichtendienste und IT-Spezialisten vor ein schier unlösbares Problem, teilt Melani im Bericht mit.
Auch sei eine Kriminalisierung und Professionalisierung seitens der Hacker erkennbar: Während bis vor kurzem noch Interesse als Hauptmotiv der Hackerszene galt, stehen inzwischen finanzielle Absichten hinter den Angriffen auf informationstechnologische Infrastrukturen. Vermehrt wird auch die organisierte Kriminalität, insbesondere aus Ost-Europa, mit solchen Angriffen in Verbindung gebracht. Mit technisch immer raffinierteren Hybrid-Schädlingen, die Angriffsvektor und Schadpotenzial verschiedener Malware kombiniert einsetzen können, liefern sich die Hacker teilweise gar eigentliche Malware-Kriege.
Im ersten Halbjahr 2005 fanden zudem verschiedene gezielte Spionageangriffen gegen Unternehmen und staatliche Systeme statt. Mit dem Einsatz gezielt gegen das jeweilige Opfer konzipierter Spionage-Malware soll eine Entdeckung des Schädlings möglichst lange vermieden werden: Bleibt der Schädling den Antiviren-Software Herstellern unbekannt, kann er über längere Zeit unerkannt eingesetzt werden, so Melani weiter. Der Halbjahresbericht ist kostenlos auf der Melani-Website herunterladbar.