Microsoft im Kreuzfeuer der Kritik

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Am Freitag hat es bei Microsoft noch geheissen der Hacker, der am Donnerstag in das System des Unternehmens eingedrungen ist, hätten keinen Zugriff auf die Quellcodes von Programmen erhalten. Nun räumt Microsoft CEO Steve Ballmer ein, die Einbrecher hätten doch Zugang zu einigen Quell-Codes und Schlüssel-Programmen erhalten, hätten diese aber weder rauben noch in irgendeiner Weise verändern können. Der Angriff des russischen Hackers lässt Microsoft also nicht so schnell zur Ruhe kommen. Die Beschwichtigung, dass der Hacker nur während zwölf Tagen und nicht wie anfänglich gemeldet bis zu fünf Wochen Zugang zu Geheimdokumenten hatte, vermochte die Kritiker nicht zu überzeugen. Auch die Behauptung, es sei gar nicht möglich, während dieser Zeit den Quellcode von bestehenden Microsoft-Produkten wie Windows ME oder Office herunterzuladen, erntete nur Kopfschütteln bei den Experten. Nach deren Meinung sei es noch gar nicht abzuschätzen, wie gross der Schaden ist, der durch den Einbruch angerichtet wurde. Die peinliche Angelegenheit wirft auch ein schlechtes Licht auf die NET-Strategie von Microsoft, welche eine Vernetzung der Betriebssysteme und Programme über das Internet ermöglichen will. Unbeeindruckt zeigten sich hingegen am Freitag die Aktienkurse. Trotz Sicherheit-Debakels vermochte die Microsoft-Aktie sogar leicht zuzulegen.