Mit Google nach Steuersündern fahnden
Der nun auch für den Aargau verfügbare Google-Street-View-Dienst eröffnet neue Fahndungsmöglichkeiten. Für diese interssieren sich die Gemeindesteuerämter nur begrenzt.
Seit Mai dokumentieren die Google-Fahzeuge auch im Aargau für den Street-View-Dienst die städtebaulichen Infrastrukturen auf Strassenebene. Dabei kommen ihnen auch Swimmingpools, Fassadenrenovationen und sonstige kostspielige Investitionsobjekte vor die Linse, die besonders Aargauer Steuerämter interessieren könnten.
Da das Aargauer Steuergesetz den Umgang mit dem Internet nicht festlegt, können die jeweiligen Steuerämter selbst über den Einsatz vom Internet entscheiden. Eine Umfrage der Aargauer Zeitung bei verschiedenen Gemeindesteuerämter des Kantons zeigt, dass der Einsatz des nun verfügbaren Google Street-View-Dienstes zumindest prüfenswert ist.
Der Leiter des Lenzburger Steueramts, Roger Hofer glaubt, dass "die Google-Aufnahmen die Arbeit des Amtes vereinfachen kann". Dann, wenn beispielweise geklärt werden müsse, ob ein Haus noch bewohnt ist. Anders in Baden, dort soll Google View beim Steuermat höchsten als Ergänzung Verwendung finden.
Die Rheinfelder Steuerbehörden wiederum gibt an, bei Überprüfungen momentan nur Facebook einzusetzen, da aus der Nutzung von Google Street View gegenwärtig kein Vorteil ersichtlich ist. In Aarau ist schliesslich der Einsatz von Google Street View gegenwärtig kaum ein Thema. Der stellvertretende Vorsteher des Aarauer Steueramt, Jörg Oetterli, kann sich aber vorstellen, dass sich dies "in naher Zukunft ändern wird".
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