Mobile Payment - Sache der grossen Netzbetreiber
Der Wachstumsmarkt Mobile Payment wird sich frühestens 2005 zum Milliardenmarkt entwickeln und wird von den grossen Betreibern der Mobilfunknetze beherrscht werden. Dies ist das Ergebnis einer Expertenbefragung, die der Verband der deutschen Internetwirtschaft, eco Electronic Commerce Forum e.V., durchgeführt hat. Kleinere, netzunabhängige Anbieter haben in Zukunft kaum eine Chance, wofür der kürzliche Rückzug von Paybox exemplarisch stehe. Payment-Services seien ein Massengeschäft mit ganz kleinen Margen. 68 Prozent der Spezialisten sind fest davon überzeugt, dass der britischen Vodafone eine Schlüsselrolle beim Mobile Payment zufallen wird. Die Telco hat Anfang Jahr gemeinsam mit der Systemintegrationsgesellschaft CMG ein mobiles Zahlungssystem in Grossbritannien vorgestellt, das europaweit ausgerollt werden soll. 60 Prozent der von eco befragten Fachleute stufen auch T-Mobile als massgebliches Unternehmen im Markt für Mobile Payment ein. Banken, Handel und Softwarehersteller hingegen werden nach fast einhelliger Meinung der Fachleute beim Bezahlen mit dem Handy in Zukunft kaum eine Rolle spielen.
Die Haupthindernisse für eine raschere und übergreifende Ausbreitung von Mobile-Payment-Lösungen sind gemäss den Experten: ungenügende Kooperationsbereitschaft der Netzbetreiber (66 Prozent sind dieser Ansicht), mangelnde Standards (60 Prozent), zu hohe Transaktionsgebühren (53 Prozent) sowie mangelnde Unterstützung durch die Banken (45 Prozent). Psychologische Hemmungen bei den Anwendern wie Angst oder Vorbehalte wegen der Sicherheit werden mit 16 Prozent Nennungen als eher nebensächlich eingestuft.
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