Mobilfunk funktioniert wieder - noch Probleme beim Festnetz

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Das Netz von Swisscom Mobile funktioniert wieder flächendeckend, teilte das Unternehmen in einem Pressecommuniqué mit. Mit Ersatzschaltungen im Kabelnetz und via Richtfunk konnten in allen Unwettergebieten verschiedene Übertragungsstrecken wieder in Betrieb genommen werden. An wenigen Orten rechnet Swisscom jedoch noch mit Kapazitätsgrenzen, die aber keinen Einfluss auf die Versorgung haben sollen.
Auch die Orange- und sunrise-Mobilkunden können wieder telefonieren. Einzig im Grossraum Luzern seien noch für kurze Zeit Verbindungsunterbrechungen möglich, teilte Orange gestern gegenüber dem Tagesanzeiger mit. Bei sunrise sind in den am stärksten von den Unwettern betroffenen Gebieten noch rund neun Antennen ausser Betrieb. Das Netz funktioniere aber mehr oder weniger einwandfrei, so der Tagesanzeiger weiter.
Im Festnetz hingegen sind laut Swisscom nach wie vor 5'300 Telefonanschlüsse und 7'000 Breitbandanschlüsse (ADSL) vom Netz getrennt. Überflutete Kabel- und Zentraleninfrastrukturen, Hardware-Defekte und Stromausfälle seien die Hauptgründe für die diversen Unterbrechungen im Festnetz von Swisscom.
Im Berner Oberland sind die Zentralen in Oey Latterbach, Boenigen und Wilderswil nach wie vor vom Wasser überflutet. Ohne Strom bleiben die Zentralen Zwischenflüh und Lauterbrunnen-Wengen. Auch im Simmental wurde ein Glasfaserkabel durch einen Hangrutsch beschädigt. Von Unterbrechungen betroffen sind total rund 4'300 Anschlüsse.
In der Zentralschweiz bleiben die Zentralen Grundhof (Emmenbrücke LU), Melchtal (OW), Neuschwändi (Engelberg OW), Melchsee-Frutt (OW), Unterschächen (UR) und Rynacht (bei Schattdorf UR) ausser Betrieb. Die Zentrale Bristen (UR) kann voraussichtlich im Verlaufe des heutigen Tages provisorisch in Betrieb genommen werden. Insgesamt bleiben rund 1800 Anschlüsse stumm.
In der Ostschweiz konnte die Zentrale Weesen (SG) provisorisch repariert werden. Rund 150 Breitbandanschlüsse bleiben ausser Betrieb. Aufgrund eines Glasfaserkabel-Schadens sind im Landwassertal weitere 950 Breitbandanschlüsse unterbrochen.