Netcetera hat für die ESA ein Spektrometer zur Erforschung der Erdoberfläche mitentwickelt
Der Schweizer Informatikdienstleister Netcetera hat für die Europäische Weltraumorganisation ESA ein Bildspektrometer mitentwickelt. Netcetara war dabei für die Konzeption und Realisation der Hard- und Software der Steuer- und Datenspeichereinheit der Kamera des Spektrometers zuständig.
Im Projekt Airborne Prism Experiment (APEX) soll das Messgerät für die Erforschung der Erdoberfläche aus Flugzeugen eingesetzt werden. Das Spektrometer misst die Absorptionseigenschaften der Erde in einem breiten Bereich des reflektierenden Spektrums, um Informationen zur Oberflächenbeschaffenheit zu gewinnen. Die Erkenntnisse können beispielsweise dazu dienen, die Auswirkungen des Klimawandels zu erforschen. So können Trockenzonen, Schnee, Vegetation, Bodenstrukturen oder der Kohlendioxid-Haushalt analysiert werden. Mit APEX können die Wissenschaftler auch erstmals regionale und lokale Schadstoffkonzentrationen messen und kartieren.
Im Zentrum des Beitrags von Netcetara, der Entwicklung der Steuereinheit der Spektrometerkamera, standen der Umgang mit den unterschiedlichen Datenraten verschiedenster Systeme und die Synchronisation aller anfallenden Bildsensor- und Zusatzparameterdaten. Zudem entwickelte Netcetera eine Benutzerschnittstelle zur Steuerung der Flugplanung und des Datentransfers sowie für Systemtests an Bord.
Im Jahr 2002 hatte die ESA ihre multinationalen Industriepartner beauftragt, das APEX-Programm zu verwirklichen und das Spektrometer zu bauen. Federführend waren dabei die Remote Sensing Laboratories der Universität Zürich, die Ruag als Generalunternehmerin, Netcetera und das belgische Technologieunternehmen OIP.
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