Neue Microsoft-Strategie des US-Justizministeriums

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Wie schon seit längerem von der Bush-Administration angedroht, vollzieht das Department of Justice, das US-Justizministerium, eine Kehrtwende im Microsoft-Kartellprozess. Im neu aufzurollenden Prozess werde das DOJ nicht mehr für eine Aufspaltung des Redmonder Software-Konzerns plädieren, heisst es in einem Statement des Ministeriums. Damit entspricht der Kurs des Departments der Haltung der neuen Regierung, welche im Gegensatz zur Clinton-Administration als eher Microsoft-freundlich gilt. Der Verzicht auf eine Zerschlagung Microsofts, so das DOJ, erfolge im Interesse der Verbraucher. Man strebe nun einen baldigen Abschluss des Verfahrens an. Weiter will das Justizministerium auf ein weiteres Verfahren verzichten, in dem Microsoft die illegale Koppelung des Internet Explorers an das Windows-Betriebssystem vorgeworfen wird. Ob die 18 als Mitkläger auftretenden US-Bundesstaaten mit dem entscheid des DOJ einverstanden sind, bleibt abzuwarten. Nachdem eine Zerschlagung des Software-Riesen offenbar vom Tisch ist, stellt sich die Frage nach einer alternativen Bestrafung. Die Kläger fordern weiterhin die von Richter Jackson geforderten Massnahmen wie Offenlegung des Windows-Source-Codes und einheitliche Bedingungen für alle Lizenz nehmenden PC-Hersteller. Offen gelassen hat das Justizministerium seine Haltung zu den aktuellen Fragen zu Windows XP. Man wolle die neuen Entwicklungen prüfen, hiess es aus dem DOJ.