Nortel: Lösungen statt Produkte und Konzentration auf 4G

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"Das Nachspiel um den Bilanzierungsskandal im Jahr 2004 ist nun definitiv abgeschlossen", verkündete Mike Zafirovski CEO des kanadischen Telekomausrüsters Nortel gestern Donnerstag in London vor Medienvertretern. Nun gelte es, Nortel wieder zu dem zu machen, was es einmal war und in den Geschäftsfeldern in denen man tätig sei, einen Marktenteil von mindestens 20 Prozent zu erreichen. Dies gehe zwar nicht von heute auf morgen, sondern werde drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen, so Zafirovski.
Nortel will sich künftig auf drei zentrale Geschäftsfelder konzentrieren: Mobilität und Konvergenz, Unternehmens-Transformation, sprich IP-basierte Daten- und Sprachlösungen für Unternehmen, sowie Dienste und Lösungen. Im Bereich Mobility konzentriert sich das Unternehmen ganz auf 4G-Technologien, nachdem die UMTS-Sparte vergangene Woche an Alcatel verkauft wurde.
Schwerpunkt der neuen Ausrichtung ist die Fokussierung auf Lösungen und Services anstatt auf Produkte. Allerdings steht Dietmar Wendt, der von IBM Global Services diesem Frühling zu Nortel stiess, als President Global Services noch am Anfang seiner Aufgabe. Dieses Jahr gelte es eine Basis für das Servicegeschäft zu bilden, sprich eine Vereinfachung des Portfolios und die Ausarbeitung einer Go-To-Market-Strategie, so Wendt in London. Die Ziele sind hochgesteckt: In drei bis fünf Jahren will Nortel seinen Service-Umsatz verdoppeln, 2010 sollen 55 Prozent des Umsatzes mit Services generiert werden.