Onlinebuchhandel verändert Marktstruktur kaum
Der Online-Buchhandel hat die Marktstrukturen im deutschen Buchhandel bisher nur wenig verändert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg. Derzeit mache der Anteil des Onlinehandels am Gesamtumsatz in Deutschland mit 300 Millionen Mark nur zwei Prozent aus, wobei sich die Onlineumsätze seit 1997 verzehnfacht hätten. Die besten Chancen sehen die Autoren in Zukunft für Buchhandlungen, die mehrere Vertriebsschienen sinnvoll kombinieren. Selbst Amazon.com, globaler Marktführer im Onlinebuchhandel kooperiere mittlerweile mit einem grossen Offline-Buchhändler. Zwar erwarten die befragten Experten, dass die Vertriebsschiene Internet weiter an Bedeutung gewinnen werde; dass man darüber aber auch zusätzliche Gewinne erzielen kann, glauben nur noch 50 Prozent der Befragten. Insbesondere der Direktvertrieb durch Autoren und Verlage werde eine grössere Bedeutung gewinnen, so ihre Einschätzung.
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