Orange prüft Kündigung des Vertrags mit Swisscom

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Orange kündigt Swisscom, titelte die Sonntagszeitung gestern. Orange, der jüngste der drei Schweizer Mobilfunkanbieter, löse in den kommenden Wochen das vierjährige nationale Roaming-Abkommen mit Swisscom auf. Die Sonntagszeitung beruft sich auf eine internes E-Mail-Rundschreiben von Orange-CEO Andreas Wetter, welches dem Blatt zugespielt wurde. Das eigene Netz decke mittlerweile über 98 Prozent der Bevölkerung ab, wird der Schritt gemäss Sonntagszeitung begründet. Durch die Kündigung würden allerdings jene 1,5 Prozent, welche derzeit noch vom Roaming profitieren, entweder mit schlechterer Netzqualität oder ganz ohne Empfang dastehen. Deswegen habe Wetter seine Mitarbeiter aufgefordert, solche bestehenden Lücken im Orange-Netz ausfindig zu machen. Oranges Pressesprecherin Therese Wenger bestätigte auf Anfrage des NetzwocheTickers den Sachverhalt, wollte sich jedoch in keiner Weise auf einen Zeitpunkt festlegen: Wir sind nicht unter Druck, den Vertrag bald zu kündigen. Der Provider teste sein Netzwerk seit einigen Wochen auf Lücken, die durch Swisscom-Antennen abgedeckt werden, und prüfe eine Kündigung des Abkommens. Orange war bei Aufnahme des Betriebs im Juni 1999 mit einer eigenen Abdeckung von über 50 Prozent gestartet. Das Roaming-Abkommen mit Swisscom garantierte dem Unternehmen damals eine Gesamtabdeckung von 90 Prozent.