Peoplesoft: Oracle ist Schuld am rückläufigen Gewinn
Peoplesoft leidet auch im zweiten Quartal 2004 unter einem rückläufigen Gewinn: So verbuchte das Unternehmen mit einem Gewinn von 11 Millionen Dollar einen Gewinnrückgang von 70 Prozent (Q2 2003: 37 Millionen Dollar). Den Umsatz hingegen konnte Peoplesoft von 497,44 Millionen Dollar im Q2 2003 auf 647,26 Millionen Dollar im Q2 2004 steigern. Schuld am rückläufigen Gewinn sei Oracle mit dessen feindlichem Übernahmeversuch, kommentierte Peoplesoft-CEO Craig Conway die hohen Einbussen. Diese Auseinandersetzung habe Kunden verunsichert und vom Kauf der Produkte abgehalten, hatte das Unternehmen bereits bei Bekanntgabe seiner vorläufigen Zahlen mitgeteilt.
Analysten betrachten laut Financial Times Deutschland den feindlichen Übernahmeversuch durch Oracle allerdings nicht als das grösste Problem des Konzerns. Mit Sorge beobachten einige Händler etwa die Integration des Konkurrenten JD Edwards, den Peoplesoft im vergangenen Sommer übernommen hatte. Andere Händler verweisen auf die insgesamt schwachen Technologiebudgets der Unternehmen, die sich auf die gesamte Softwarebranche auswirkten.
Jörg Holzmann
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