Pixelpark weitet Verluste aus
Der Internetdienstleister Pixelpark verzeichnete im ersten Halbjahr 2001 einen Betriebsverlust von 32,94 Millionen Euro. In der Vorjahresperiode waren es noch 1,98 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse stiegen nur leicht von 47 Millionen Euro im ersten Semester 2000 auf 49,63 Millionen Euro. Im zweiten Quartal 2001 konnte der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2001 von 23,5 Millionen auf 27,6 Millionen Euro gesteigert werden.
Dies ist dem am Dienstag veröffentlichen Quartalsbericht des Webdienstleisters zu entnehmen. Pixelpark führt die Zahlen auf das schwierige Marktumfeld in der Internetbranche zurück, die sich auch im zweiten Quartal nicht gebessert habe. Pixelpark erwartet im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres eine Trendwende und eine deutlich bessere Auslastung. Die zu Beginn des Jahres eingeleitete Restrukturierung und strategische Neuausrichtung der Firma (Fokkusierung auf Leistungsportfolio und Fokkusierung auf Kernmärkte) werden konsequent fortgesetzt. Deutschland und die Schweiz sind mit 42 respektive mit 25 Prozent die Kernländer.
Der Mehrheitsaktionär Bertelsmann hatte im zweiten Quartal über eine Kapitalerhöhung 14,9 Millionen Euro beigesteuert, nachdem Pixelpark bereits im Dezember 2000 ein Darlehen über 25 Millionen Euro vom Medienkonzern bekommen hatte. Auf der Medienkonferenz Babelsberg 2001 kündigte der Bertelsmann-Vorsitzende Thomas Middelhoff an, die Ausgaben für die Internet-Aktivitäten würden in diesem Jahr von 1,6 Milliarden auf 495 Millionen Mark zurückgefahren. Genauere Angaben, aus welchen Geschäften sich Bertelsmann allenfalls zurückziehen wird, machte Middelhoff keine.
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