Purzeln in der Schweiz bald auch die Roaming-Tarife?

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Ausgerechnet bei den Billiganbietern M-Budget und Coop sind Handy-Gespräche aus dem Ausland gemäss dem Vergleichsdienst Comparis am teuersten. In einem Warenkorb mit Gesprächen aus sieben europäischen und drei weiteren Feriendestinationen schnitten beim Comparis-Vergleich Swisscom Prepaid/M-Budget am schlechtesten ab, gefolgt von Orange Prepaid/Coop. Bei beiden telefonieren die Prepaid-Kunden der Billiganbieter zu den gleichen Preisen wie die Prepaid-Kunden der Betreiber Swisscom beziehungsweise Orange. Deutlich besser fährt, wer mit einem Abo von Swisscom, Cablecom oder Sunrise sowie mit Sunrise-Prepaid aus dem Ausland telefoniert.
Während Mobiltelefonieren in der Schweiz immer billiger wird, ist das Telefonieren mit dem Schweizer Handy aus dem Ausland in die Schweiz nach wie vor viel zu teuer, meint Comparis. Swisscom etwa hat die Roaming-Gebühren für Prepaid-Kunden nicht herunter gesetzt, seit sie 1999 Roaming für Prepaid eingeführt hat.
Das dürfte sich nun aber ändern: Swisscom und Orange haben kürzlich Preissenkungen beim Roaming versprochen. Gestern hat Swisscom angekündigt, den Preis für Anrufe aus der Türkei in die Schweiz von fünf auf drei Franken pro Minute zu senken, und auch Migros-Sprecher Urs P. Naef konnte gestern im Kassensturz auf Preissenkungen für gewisse Tarife im Juni verweisen. Damit folgen die Mobilfunkanbieter in der Schweiz dem europäischen Trend: Vodafone, T-Mobile und O2 senken die Tarife massiv, nachdem die EU-Kommission Regulierungsmassnahmen beim Handy-Roaming innerhalb der EU angekündigt hat.