SAP einigt sich teilweise mit seinen Kunden, Differenzen bestehen aber weiter
Der deutsche Hersteller von Businesssoftware SAP hat sich mit dem SAP Usergroup Executive Network (Sugen) über einige strittige Punkte im Bereich Enterprise Support geeinigt. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V., selbst ein Teil des Sugen, zieht ein zwiespältiges Fazit aus der teilweisen Einigung.
Positiv fällt für den Verein ins Gewicht, dass sich SAP am Mehrwert für den Kunden messen lassen will und bei der Preiserhöhung seinen Kunden etwas entgegen kommt. So habe man sich auf Leistungskennzahlen oder KPIs (Key Performance Indicators) verständigt, mit denen der Mehrwert von Enterprise Support gemessen werden soll. Als Ausgangsbasis, um den Mehrwert von Enterprise Support zu bewerten und die qualitative Entwicklung zu vergleichen, soll zudem ein Benchmarking-Programm dienen. Die im Juli 2008 angekündigte stufenweise Preisanpassung für Enterprise Support auf 22 Prozent soll darüber hinaus von vier auf sieben Jahre gestreckt und der maximale Preisanstieg pro Jahr auf 3,1 Prozent begrenzt werden. Damit ergebe sich eine leichte Verbesserung im Vergleich zur ursprünglichen Situation, so die DSAG. Bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage bedeute das zumindest „eine marginale finanzielle Entlastung“ für Unternehmen in der Schweiz und im Rest der Welt.
Nicht zufrieden ist die DSAG jedoch mit der Erkenntnis, dass die Forderung nach einem optionalen Modell weltweit keine Priorität geniesst: „In der Konsequenz bedeutet das, dass für die Schweizer Unternehmen im Rahmen der Sugen-Aktivitäten kein optionales Modell erreichbar ist.“ Die DSAG hält deshalb im Namen der Schweizer SAP-Kunden weiterhin an einigen zentralen Forderungen wie der Rückkehr zu einem optionalen SAP-Support-Modell fest. Auch die Beibehaltung des Standard Support als echte Option zu Enterprise Support bleibe nach wie vor im Mittelpunkt der Aktivitäten der DSAG.
Marco Zimmer
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