Schafft COS durch eine Neuorientierung schwarze Zahlen?

Uhr | Aktualisiert
Die COS-Gruppe richtet sich komplett neu aus: Der VR sei von der Vision eines zentral geführten Konzerns abgekommen, heisst es in der Pressemeldung. Statt dessen sollen die Töchter der Distributoren-Holding "unternehmensgeführt" sein und die Holding als Wachstumsfinanzierer und Coach fungieren. Die COS-Töchter sollen jährlich eine Eigenkapitalrendite von mindestens 20 Prozent abliefern, die COS wird "aus diesem Grund ihr heutiges Beteiligungsportfolio innerhalb der nächsten zwei Jahren auf entsprechende Rentabilität trimmen", wie es in der Pressemeldung heisst. Zu deutsch: Erreicht eine Tochter die Ziele nicht, soll sie verkauft werden. Die COS-Gruppe aus Baden besitzt Distributionsgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Diese Strategieänderung mit Fokussierung auf die vergleichbar hohe Eigenkapitalrendite von 20 Prozent richtet sich vor allem an die Börse, denn der Aktienkurs von COS ist niedrig. Die gute Nachricht: In diesem Quartal hat die Gruppe erstmals wieder rote Zahlen geschrieben und erreichte mit einem Umsatz von 221 Millionen Franken einen Reingewinn von 800'000 Franken. Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres betrug der Reingweinn 2,6 Millionen Franken nach einem Verlust von 4,31 Millionen Franken in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Verwaltungsrat und Konzernleitung wollen alles daran setzen, damit das laufende Geschäftsjahr positiv abgeschlossen wird, verspricht die COS-Gruppe in der Medienmitteilungen seinen Aktionären.