Schweizer Gericht erlaubt Holocaust-Klage gegen IBM
Das Genfer Berufungsgericht erklärte die Klage der Sinti- und Roma-Organisation GIRCA (Gypsy International Recognition and Compensation Action) für zulässig. Die teilte gestern Abend die Presseagentur ap mit. Mit diesem Ausspruch verwarf das Gericht die Entscheidung der Vorinstanz, welche die Klage abgewiesen hatte. Die Schweiz sei der falsche Ort für das Verfahren, lautete deren Begründung. Die Organisation GIRCA kann nun IBM auf Unterstützung der Nazis im Sinti- und Roma-Massenmords anklagen: Die von IBM produzierten Lochkartenmaschinen sollen nämlich die Organisation des Holocausts massgebend unterstützt haben. IBM Schweiz wollte auf Anfrage des NetzwocheTickers diese Meldung nicht kommentieren. GIRCA bezieht sich mit ihrer Klage vor allem auf das im Februar 2001 publizierte Buch "IBM and the Nazi Holocaust" von Edwin Black, dem Sohn eines polnischen KZ-Überlebenden. Black beschreibt dort Beziehungen zwischen IBM und dem Hitler-Regime. Das administrative Zentrum dafür soll die Genfer IBM-Niederlassung gewesen sein.
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