Schweizer speichern Daten besser als Deutsche

Uhr | Aktualisiert
Schweizer Unternehmen sind besser für Information Lifecycle Management (ILM) gerüstet als deutsche. Dies zeigt die Studie „Information Lifecycle Management 2004 – Status quo und Perspektiven in der Schweiz“ des deutschen Marktforschungsunternehmen Lünendonk. Demnach benutzen hierzulande bereits 67 Prozent der befragten Unternehmen Storage-Area-Netzwerke (SAN) und 43 Prozent Network-Attached Storage (NAS). In Deutschland haben erst 51 Prozent der Unternehmen ein SAN in Betrieb. Noch grösser fällt der Unterschied in der internen Kostenverrechnung für die Speichernutzung aus: 57 Prozent der Schweizer Unternehmen verrechnen die Kosten intern nach dem Verursacherprinzip, während es in Deutschland nur 30 Prozent sind. Hinter Deutschland zurück bleibt die Schweiz laut der Befragung in der Benutzung von Enterprise Content Management. Nur 10 Prozent der befragten schweizerischen Unternehmen gaben an, eine ECM-Lösung gegenwärtig im Einsatz zu haben. In Deutschland sind es 25 Prozent. Die restlichen Aussagen der Untersuchung wiesen eine hohe Übereinstimmung zwischen deutschen und Schweizer Unternehmen auf, so die Marktforscher. Diese Ergebnisse zeigten, so die Autoren weiter, dass die Herausforderungen an die befragten Unternehmen sich mit den Zielen von ILM deckten. Noch würde aber die Mehrheit der Unternehmen ihre Ziele nicht mit dem Begriff ILM verbinden. So sind gemäss der Studie erst bei 18 Prozent der Unternehmen konkrete Schritte hin zu einer ILM-Lösung getan worden oder in Planung. Lünendonk hatte Mitte September eine unter 190 deutschen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern durchgeführte Anwenderstudie präsentiert. Für die Schweizer Studie wurden anschliessend 21 Unternehmen befragt. Lünendonk weist ausdrücklich darauf hin, dass aufgrund der geringen Interviewbasis in der Schweiz keinerlei statistischen Aussagen getroffen werden können. Bei den Vergleichen mit den Ergebnissen in Deutschland handle es sich also um reine Trendaussagen.